Am Emil-Pahl-Weg

Wohnen statt Gewerbe

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Im Dachgeschoss des Hauses am Emil-Pahl-Weg 1 in Forstern befand sich bisher eine Gewerbeeinheit. Diese soll nun zu einer Wohnung werden. Dafür ist eine Änderung des Bebaungsplans nötig.

Forstern – Im Dachgeschoss des Hauses am Emil-Pahl-Weg 1 in Forstern befand sich bisher auf 72 Quadratmetern eine Gewerbeeinheit. Diese soll nun zu einer Wohnung werden. Mit dem entsprechenden Antrag hat sich der Forsterner Gemeinderat schon einige Male beschäftigt. Jetzt kam das Thema nochmals auf den Tisch.

Bürgermeister Georg Els (AWG) erklärte, dass laut Bebauungsplan im Dachgeschoss eine gewerbliche Nutzung vorgesehen ist. Deshalb geht die Umwidmung zu Wohnraum nicht einfach so: Der Bebauungsplan für das komplette Gebiet Emil-Pahl-Weg muss geändert werden. „Wir haben deshalb zunächst abgeklärt, ob dort noch mehr Interesse besteht“, erklärte Els und berichtete, dass ein weiterer Anwohner ebenfalls gerne sein Dachgeschoss ausbauen wolle.

Die Bewohner des Mehrparteienhauses selbst hingegen hätten ursprünglich keine Wohnbebauung im Dachgeschoss gewollt, inzwischen aber einer Nutzungsänderung zugestimmt. „Wir müssen jetzt final klären, wie wir verfahren“, sagte Els und erklärte, das Gebäude sei so konzipiert, dass man eine weitere Wohneinheit errichten könne. Das sei auch von den Stellplätzen her möglich: Die beiden zusätzlich benötigten Plätze seien auf dem Grundstück vorhanden.

Zwar sei der Emil-Pahl-Weg bereits verhältnismäßig dicht bebaut. Dennoch gelte das Prinzip, dort zu verdichten, wo es möglich ist. Und solange die benötigten Stellflächen vorhanden sind, spreche nichts dagegen, meinte Els. „Auch die Verwaltung sieht keine großen Einwände“, sagte der Rathauschef.

Annett Taubert (CSU) wollte wissen, welche Auswirkungen eine Bebauungsplanänderung auf die anderen Anwohner habe. „Eine Einzelfallregelung nur für ein Grundstück ist nicht möglich. Theoretisch kann dann also jeder sein Dachgeschoss ausbauen – so er denn den nötigen Grund für Stellflächen hat“, erklärte Els.

Herbert Berger (AWG) wies darauf hin, dass man mit Absicht beschlossen habe, dass das Dachgeschoss gewerblich genutzt werden solle, „damit hier die Wohnnutzung nicht so massiv ist“. Els meinte dazu: „In der damaligen Zeit war es vielleicht so gewollt. Doch heute wäre es nur konsequent zu sagen: Wenn etwas nicht mehr passt, muss man es ändern“, sagte der Rathauschef.

Sebastian Klinger (CSU) plädierte für eine Wohnraumverdichtung. Der Bedarf, gerade für Wohnungen um die 70 Quadratmeter, sei vorhanden. Stellplätze, die Zustimmung der Nachbarn – „es ist ja eigentlich alles da. Es spricht nichts gegen eine Umnutzung“, meinte auch Max Reiser (AWG).

Letztlich einigte sich das Gremium darauf, dass die Verwaltung die Bebauungsplanänderung vorbereiten soll. Eine Skizze inklusive Festsetzungen wird dem Gemeinderat vorgestellt, bevor die Planänderung beschlossen wird. Die Kosten für das Änderungsverfahren trägt der Antragsteller.

Rubriklistenbild: © dpa

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