Gemeinderat Forstern 

Feuerwehrhaus und Bauhof: Über eine halbe Million billiger

Neuer Plan für Feuerwehrhaus und Bauhof - Ja zu Holzfassade 

Forstern Die Gestaltung des Gesamt-Ensembles des neuen Feuerwehrhauses und des Bauhofs war ein zentrales Thema im Forsterner Gemeinderat. Detlef Brücklmeier vom Planungsbüro kplan präsentierte Fassadenvorschläge zum Feuerwehrhaus und Einsparungsmöglichkeiten für das Bauhofgebäude.

Wie berichtet, hat der Bauhof mit Gesamtkosten von 2,6 Millionen nach Ansicht des Gremiums den Finanzrahmen gesprengt. Jetzt soll er ohne Wohnung ebenerdig gebaut werden, was eine Kosteneinsparung von rund 600 000 Euro bedeutet. Man habe aus Kostengründen alles aufs Minimum reduziert, erläuterte Brücklmeier.

Der sechs Meter hohe Raum des Bauhofs soll mit einer Decke abgehängt werden, so dass man darüber noch eine Lagerfläche erhalte, die mit einer Industrietreppe zugänglich gemacht werden könne. Außerdem sollten noch eine Waschhalle, die auch von der Feuerwehr genutzt wird, eine Kalt- und Warmhalle sowie eine Werkstatt vorgesehen werden. Auch ein überdachtes Freilager, Büro, Funktions- und Sozialräume sowie ein Vereinslager seien eingeplant. Der Bau soll mit einer Metallfassade gestaltet werden.

Gemeinderat Herbert Berger (AWG), selbst Zimmerermeister, lobte: „Das ist ein funktioneller Bau, ein gelungenes Ding.“ Franz-Josef Obermaier (AWG), der als Bauunternehmer ebenfalls vom Fach ist, meinte: „Mit dem Plan kann man sehr gut arbeiten.“ In dieselbe Richtung argumentierte Peter Feckl (AWG): „Mir gefällt der Entwurf sehr gut.“ Auch für Bürgermeister Georg Els (AWG) war das Ensemble von Bauhof und Feuerwehrhaus stimmig.

Bei Letzterem entschieden sich die Räte mit 11:5 Stimmen für eine Fassade mit Lärchenholz. Kostenpunkt: 196 000 Euro. Max Reiser (AWG) riet, bei dieser Lösung Farbelemente einzuplanen, damit das Feuerwehrhaus nicht über die Jahre zu einem grauen Holzklotz werde: „Wir brauchen Leben hinein.“

Die Alternative, das Feuerwehrhaus mit sogenannten HPL-Fassadenplatten aus Hochdrucklaminat (Kosten: 210 000 Euro) zu verkleiden, war mit 9:7 Stimmen abgelehnt worden. Gar keine Zustimmung erhielt die kostengünstigste, aber gestaltungsärmste Variante eines Wärmeverbundsystems mit Mineralwolle (150 000 Euro).

In Sachen Wärmedämmung will der Rat einen Vorschlag vorgelegt bekommen, wie man die Vorgaben der Energieeinsparverordnung mit einer entsprechenden Bauausführung einhalten könne, ohne die Fassade mit einer Extra-Dämmung auszustatten. Mit oder ohne Dämmung? Diese Frage soll in der kommenden Sitzung beantwortet werden.Vroni Vogel

Rubriklistenbild: © dpa

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