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Aufgehübscht sollen die Grünanlagen auf dem Forsterner Rathausvorplatz werden.

Gemeinderat Forstern 

Schneeball und Findling für den Rathausvorplatz

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Die Gemeinde Forstern will die Grünanlagen auf dem Rathausvorplatz neu gestalten. Blühpflanzen oder Steingarten? Einigen konnten sich die Gemeinderäte nicht.

Forstern– Fünf Jahre ist es her, da hat die Gemeinde Forstern ihren Rathausvorplatz zuletzt umgestaltet. Aufgrund rechtlicher Vorgaben wurden zwei weitere Fahnenmasten für die Beflaggung angeschafft, die Schaukästen mit Veröffentlichungen der Gemeinde bekamen einen neuen Platz und auch gärtnerisch wurde der Bereich aufgehübscht.

Zufrieden sind Verwaltung und Gemeinderat aber trotzdem nicht. „Es gibt permanent Probleme mit den Grünanlagen. Da könntest du irgendwann verzweifeln“, drückte es Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung aus. So wirklich einladend sehen die Pflanzbeete neben dem gepflasterten Weg zum Rathaus derzeit tatsächlich nicht aus. Daher soll der Platz nun erneut hergerichtet werden.

Bei der Firma Oskar Garten- und Landschaftsbau hat die Verwaltung einen Entwurf für eine Grünanlage angefordert, die pflegeleicht und nicht schon nach kurzer Zeit wieder von Unkraut überwuchert ist. Geschäftsleiterin Christine Pettinger stellte den Vorschlag des Unternehmens in der Sitzung vor.

„Die Pflege ist das Entscheidende“

Demnach sollen unter anderem Duftschneeball, Kupfer-Felsenbirne und Alpen-Johannisbeere gepflanzt werden, Solitärstauden, Stauden mit Topfballen und Blumenzwiebeln. Außerdem gibt es in dem Entwurf Rasenflächen und einen großen Findling. Kostenpunkt: etwa 8600 Euro.

Rainer Streu (AWG) hatte Probleme damit, sich dieses Ergebnis vorzustellen. Die Skizze war für den Laien in der Tat wenig konkret. Streu wünschte sich Fotos der Pflanzen, um sich ein besseres Bild machen zu können.

Erwin Nominacher (SPD) brachte einen Steingarten ins Spiel, der wesentlich pflegeleichter sei. Laut Els habe der Gemeinderat vor einigen Jahren genau einen solchen schon einmal abgelehnt. Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen) schlug einen Magerrasen vor – einen mageren Boden mit vielen Kieseln. Es sei zwar arbeitsintensiv, diesen anzulegen, danach aber nicht mehr. Hohentanner plädierte dafür, sich eine solche Anlage in der Gemeinde anzuschauen. Simona Loupal (SPD/Die Grünen) schlug vor, den Bereich naturnah zu gestalten und dafür einen Experten wie den Ottenhofener Grünplaner Reinhard Witt ins Boot zu holen.

„Es ist gut, dass was gemacht wird. Aber egal, was wir machen: Es schaut nur gut aus, wenn es dreimal im Jahr gepflegt wird“, sagte Franz-Josef Obermaier (AWG) unter Zustimmung seiner Ratskollegen. „Die Pflege ist das Entscheidende“, betonte auch Max Reiser (AWG).

„Ist das wirklich so hässlich, dass wir das jetzt machen müssen?“, wollte Herbert Berger (AWG) wissen und stellte die Frage, ob eine derartige Aktion nicht im Frühjahr mehr Sinn mache. Els antwortete, dass es wegen der bevorstehenden Sommerpause ohnehin Herbst werde, bevor sich etwas tue.

Einigen konnte sich das Gremium letztlich nicht. Der Punkt wurde zurückgestellt, bis man weitere Alternativen geprüft hat. 

Die nächste Ratssitzung findet am Mittwoch, 2. August,  um 19.30 Uhr statt. Unter anderem geht es um die Erstellung eines Leerrohrkonzepts.

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