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Stellplätze unter dem Sportplatz?

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Tiefergelegte Stellplätze unter dem Sportplatz? Darüber denkt der Forsterner Gemeinderat nach.

Forstern – Die Kunststoffbahn und der Tartanplatz der Forsterner Schule sind sanierungsbedürftig. „Das große Problem sind Zigarettenkippen und vor allem Kaugummis, die man nicht ohne Rückstände wegbekommt“, berichtete Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung. „Das ist der Tod eines jeden Tartanplatzes.“

Um die Bahn wieder auf Vordermann zu bringen, wären knapp 14 000 Euro nötig. An der Notwendigkeit dieser Maßnahme wurde nicht gezweifelt. Diskussionsbedarf bestand aber beim Allwetterplatz. Els erinnerte daran, dass vor einiger Zeit im Gremium besprochen worden sei, ob bei einer Sanierung des Hartplatzes nicht darunter liegende Parkplätze geschaffen werden sollten – keine Tiefgarage, sondern tiefergelegte Stellflächen. Diese würden die 48 Parkflächen, die im Dorfzentrum geplant sind, ergänzen.

Mehrere Gemeinderäte erklärten, dass die Gemeinde mit Blick auf die vielen aktuellen Projekte eine derartige Baumaßnahme nicht finanzieren könne. Simona Loupal (SPD/Die Grünen) fand, man sollte lieber den Platz richtig sanieren, immerhin werde er täglich von vielen Kindern genutzt – nicht nur beim Schulsport, sondern auch in der Freizeit. „Einen Umbau mit Stellplätzen brauchen wir nicht. Wir haben im Süden von Forstern auch noch eine Option“, sagte Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen) und meinte die seit langem geplanten Parkflächen beim Eicher-Museum.

Gerhard Eicher (CSU) und Helga Wilms (AWG) hingegen sprachen sich dafür aus, die Option offen zu halten. „Der Hof im Wörl-Gelände und der Platz vor der geschlossenen Metzgerei Wintermayr sind meist voll belegt. Parkplätze in der Ortsmitte braucht man immer“, sagte Wilms. Peter Feckl (AWG) schlug vor, den Platz nur so zu sanieren, dass er wieder gut bespielbar ist, und die Option der tiefergelegten Stellplätze weiterzuverfolgen. „Ein Zentrum ohne Parkplätze ist kein Zentrum“, befand er.

Letztlich einigte sich das Gremium darauf, die großen Schadstellen am Sportplatz grob zu sanieren und ihn so wieder verkehrssicher zu machen. Ob und wie man in Sachen Stellplätze weiter verfahren will, soll sich im Zuge der Feinplanung in diesem Jahr zeigen. „Schließlich ist es nicht verkehrt, eine Planung in der Hand zu haben, wenn man die langen Vorlaufzeiten betrachtet“, so Els.

Rubriklistenbild: © dpa

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