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Von der neuen Unfallversicherung profitieren unter anderem die Mitarbeiterinnen der Forsterner Gemeindebücherei - hier mit Geschäftsstellenleiterin Christine Pettinger (l.) kurz nach der Sanierung der Räume vor drei Jahren.

Gemeinderat Forstern 

Unfallversicherung für ehrenamtliche Mitarbeiter

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Die Gemeinde Forstern schließt für ihre Schulweghelfer und ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Unfallversicherung ab.

Forstern – Seit kurzem bietet die Versicherungskammer auf vermehrten Wunsch der Kommunen diese Möglichkeit an, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung.

Unter die ehrenamtlichen Mitarbeiter fallen in Forstern die Helferinnen in der Bücherei sowie die Mitglieder von Seniorenbeirat und Asyl-Helferkreis. Insgesamt handelt es sich aktuell um 53 Personen, für die bisher kein entsprechender Schutz besteht. „Bei einem Unfall müssten sie bislang ausschließlich auf die private Unfallversicherung zurückgreifen“, erklärte Els. Eine Ausnahme bei den Ehrenamtlichen stellen die Feuerwehrler dar. Sie sind aufgrund ihrer Tätigkeit bereits anderweitig versichert.

In der Unfallversicherung gelten bei Folgen aller Unfälle auf dem direkten Weg zu und von sowie während der ehrenamtlichen Tätigkeit folgende Konditionen: 100 000 Euro Invaliditätskapital, 200 000 Euro Vollinvalidität ab 90 Prozent, 25 000 Euro Todesfallkapital sowie je bis zu 10 000 Euro für kosmetische Operationen und Bergungskosten. Pro Person zahlt die Gemeinde dafür 13,80 Euro, insgesamt also gut 870 Euro im Jahr.

Nicht versicherbar ist nach aktuellem Stand das Haftpflichtrisiko bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Hierfür müsse die Privathaftpflichtversicherung eintreten oder – sofern alles andere scheitert – die Ehrenamtsversicherung des Freistaats. Die Gemeinde schließt die Versicherung zum 1. September bei der Versicherungskammer Bayern ab. Der Haushalt 2017 soll entsprechend mit einer überplanmäßigen Ausgabe belegt werden.

Franz-Josef Obermaier (AWG) merkte an, ihm fehle in der Versicherung ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag. „Das sollte auf jeden Fall dabei sein“, forderte er. Laut Geschäftsleiterin Christine Pettinger ist die angebotene Versicherung ein Paket speziell für Kommunen. „Das gibt es noch nicht so lange, wir können aber nachfragen“, erklärte sie. Das soll nun auch passieren und eventuell dem Gremium nochmals vorgelegt werden. 

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