Gemeinderat Forstern 

Verkehrsüberwachung: Nur zehn Parksünder in zwei Monaten

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Seit rund zwei Monaten lässt die Gemeinde Forstern den ruhenden Verkehr beobachten. Die Damen des Zweckverbands kommunale Verkehrsüberwachung sind dafür pro Monat zehn Stunden lang unterwegs. Nun hat Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung eine erste Bilanz gezogen – und die fällt sehr positiv aus.

Forstern – Rund zehn Strafzettel hätten die Verkehrsüberwacherinnen in den vergangenen zwei Monaten an Parksünder verteilt. Diese Zahl sei normal, und die Gemeinde verdiene daran nichts, im Gegenteil: „Es ist ein Draufzahlgeschäft.“ Doch Einnahmen seien auch nicht der Grund für die Überwachung gewesen. Vielmehr wolle die Gemeinde damit „Disziplin in den ruhenden Verkehr bringen“, sagte Els und nannte als Beispiele Bürger, die ihre Fahrzeuge auf öffentlichen Grünflächen oder in Feuerwehrzufahrten abstellen.

Inzwischen gebe es durchaus Gebiete, in denen sich die Situation schon sehr gebessert habe – an der Feuerwehrzufahrt an der Schule zum Beispiel. Doch es habe auch einige Beschwerden gegeben. „In gewissen Bereichen waren die Leute schon, ich sage mal wertneutral, irritiert über die Verkehrsüberwachung“, meinte der Bürgermeister mit einem Schmunzeln. „Aber ich kann eben nicht nur Ebersberger und Mühldorfer Kennzeichen aufschreiben lassen.“

Anlass für die jetzige Information an den Gemeinderat war ein anonymes Schreiben aus dem Wohnpark am Hirschbach (Eicher-Gelände), das die Gemeinde erreicht hat. Darin beschwert sich der Verfasser, dass es dort zu wenige öffentliche Stellplätze gebe. In einer Anliegerversammlung sei dies auch bereits kontrovers diskutiert worden, sagte Els, der deutlich machte, dass er von anonymen Beschwerden nicht allzu viel hält. Geschäftsleiterin Christine Pettinger erklärte, dass sich in diesem Gebiet sogar mehr als die im Bebauungsplan festgesetzten öffentlichen Stellplätze befänden.

Els berichtete, er sei vor der Gemeinderatssitzung durch die Siedlung gefahren, „und da waren bestimmt zehn Parkplätze frei, aber eben vielleicht nicht direkt vor dem Haus“, sagte er und merkte an: „Wenn man mit seinem Auto einen Hydranten blockiert, dann kann es halt sein, dass man einen Strafzettel bekommt.“ Dem stimmte Sebastian Klinger (CSU) zu: „Die Garagen sind eben für die Autos da und nicht für den Oldtimer.“ Anton Oskar (CSU) merkte an, dass man vielleicht die gemeindliche Stellplatzsatzung überdenken solle. „Zwei Plätze pro Wohneinheit – das ist schon lange nicht mehr zeitgemäß“, meinte er.

Els erinnerte daran, dass das Gremium erst kürzlich beschlossen hatte, die Satzung nicht zu verändern. „Aber wenn der Gemeinderat das diskutieren will, dann machen wir das“, sagte er. Stefan Ganghofer (CSU) sah vor allem in den Grünflächen ein großes Problem, beispielsweise beim Maibaum in Karlsdorf. Simona Loupal (SPD/Die Grünen) sprach zudem die Grünstreifen an, wo die Sackgasse auf die Hauptstraße trifft. Hier stünden oft Autos, die die Sicht auf die Hauptstraße blockierten. „Es ist eben auch eine Frage des Anstands, wie man mit dem Allgemeingut umgeht“, meinte Els zum Parken auf öffentlichem Grün. Die Kommune will dem Zweckverband die genannten Flächen zur Kontrolle nennen.

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