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Die neuen Fanartikel stellte Vorsitzender Egon Eicher in der Versammlung vor.

Eicherfreunde Forstern

Großes Eicher-Treffen zum 80-Jährigen

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Forstern - 1936 wurde der erste Eicher-Traktor produziert. Das wollen die Eicherfreunde Forstern unter anderem mit einer großen Schau auf dem Isener Volksfest feiern. Zudem stehen im Museum neue Schmuckstücke.

Die Eicherfreunde Forstern begehen heuer ein besonderes Jubiläum: Vor 80 Jahren ist der erste Eicher Dieseltraktor durchs Forsterner Werkstatttor gerollt. Um das zu feiern, hat sich der Verein mit dem Isener Volksfest zusammengetan: Am Samstag und Sonntag, 25./26. Juni, gibt es am Volksfestplatz ein großes Eicher-Treffen. Ein Shuttle-Bus wird das Volksfest mit dem Museum in Forstern verbinden, wie Eicherfreunde-Chef Egon Eicher in der Jahreshauptversammlung berichtete.

Am Museum wird gegrillt, und auch beim Eicher-Treffen will der Verein für Speis und Trank sorgen. „Dafür werden noch Helfer gesucht“, warb Eicher um Unterstützung. Etwa 20 Freiwillige braucht er unter anderem für Fahrzeuganmeldung und -einweisung, den Verkauf von Fanartikeln und die Betreuung eines Kinder-Trettraktoren-Parcours. „Es macht sich nicht von selbst“, sagte Eicher, der zugab, dass noch viele Details geklärt werden müssten – etwa, ob es eine Nachtwache an der Festwiese gibt, denn die Traktoren sollen von Samstag- bis Sonntagnachmittag dort stehen.

Pünktlich zum Jubiläum hat auch das Eicher-Museum, das im Vorjahr rund 1500 Menschen besucht haben, Zuwachs bekommen. Für 15 000 Euro hat der Verein einen 100 PS starken Wotan II gekauft. Als Leihgaben sind außerdem ein ED13 mit 14 PS, der erste lauffähige Eicher Dieselmotor und ein Eichus als Hof- und Stallfahrzeug, die so genannte Mistkanone, zu sehen. Außerdem soll die Sonderanfertigung eines Schleppers ausgestellt werden, die Albert Eicher jun. 1956 vom Vater bekommen hat: Ein kleiner Eicher mit Hatz-2-Takt-Dieselmotor. „Wegen dieser Zugänge haben wir das Museum neu strukturiert“, erläuterte Eicher. So gibt es jetzt einen Bereich zum Thema Eicher Dieselmotor und einen für die Schmalspurschlepper.

Neben den Vorbereitungen fürs Jubiläum standen 2015 Eicher- und Oldtimer-Treffen auf dem Programm. Der Verein machte auch bei verkaufsoffenen Sonntagen in der Region Werbung für sich. Diese Präsenz scheint sich zu lohnen: Der Vorsitzende konnte im Vorjahr 17 und heuer bereits sieben neue Mitglieder begrüßen. Die insgesamt 630 Eicherfreunde kommen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland.

„Voraussichtlich werden wir uns aber von einigen trennen müssen“, kündigte Eicher an. Manche seien nicht mehr erreichbar, und die Abbuchung des Mitgliedsbeitrags klappe oft nicht. Bis zu 70 Rückläufer habe er Jahr für Jahr zu bearbeiten, berichtete Kassier Rudi Püchner – sei es aufgrund falscher Bankdaten oder mangelnder Kontodeckung. Daher habe er die angesetzten 15 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen erst verspätet verbuchen können.

Der Verkauf von Fanartikeln ist laut Kassenbericht zurückgegangen. 2015 hat der Verein hier 15 000 Euro umgesetzt. Die Online-Bestellungen sind weniger geworden, am meisten wird im Museum und bei Veranstaltungen verkauft. Aufgrund dieser hohen Summen sind die Eicherfreunde umsatz- und gewerbesteuerpflichtig.

Wegen Ausgaben für den Wotan, fürs Museum und das Finanzamt hat der Verein im vergangenen Jahr ein Minus von knapp 25 000 Euro gemacht. Fürs laufende Jahr rechnet Püchner unter anderem durch eine Steuerrückzahlung und den Verkauf neuer Fanartikel wie Softshell-Westen und Strickjacken wieder mit einem Plus.

Da die Kassenprüfer Brigitte und Hannes Bertsche zum Zeitpunkt der Versammlung im Urlaub waren, gaben sie ihren Bericht telefonisch ab. Das hielten einige der anwesenden rund 40 Mitglieder für nicht ausreichend. Sie forderten, dass die Kassenprüfer persönlich anwesend sind oder wenigstens eine unterschriebene Erklärung hinterlassen. Bei vier Gegenstimmen wurden Vorstand und Kassier dennoch entlastet.

Vroni Macht

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