Als Verletzte stellten sich 29 Freiwillige zur Verfügung. Kameraden der Feuerwehren kümmern sich um sie, während ihre Kollegen ein brennendes Auto zu löschen haben.
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Als Verletzte stellten sich 29 Freiwillige zur Verfügung. Kameraden der Feuerwehren kümmern sich um sie, während ihre Kollegen ein brennendes Auto zu löschen haben.
Großübung im Gewerbegebiet Forstern
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Großübung im Gewerbegebiet Forstern

Großübung im Forsterner Gewerbegebiet 

„Die Kommunikation könnte noch besser sein“

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Sieben Feuerwehren und zwei Rettungsdienste waren bei einem inszenierten Busunfall in Forstern im Einsatz. Die Übung lief reibungslos, zeigte aber auch Verbesserungspotenzial.

Forstern – Hat der Fahrer mit dem Handy gespielt? Das werden die Unfallermittler später herauszufinden haben. Ein Kleinwagen gerät auf die Gegenfahrbahn, rammt einen Bus und fängt Feuer. Der Bus gerät ins Schleudern, kollidiert mit einem entgegenkommenden Pkw und kracht schließlich frontal in einen Radlader. Der hintere Teil des Busses kippt um.

Die Insassen des brennenden Autos können sich retten, der Fahrer rennt unter Schock weg. Mit Brandwunden bedeckt hockt der Beifahrer am Straßenrand. Im Bus liegen 14 teils schwer verletzte Menschen oder sind ebenso eingeklemmt wie der blutüberströmte Fahrer. Menschen irren orientierungslos unter Schock umher.

Dieses Bild bot sich am Freitagabend im Forsterner Gewerbegebiet. Für die Zuschauer dieser schrecklichen Szenerie war es ein tröstlicher Gedanke, dass es sich nur um eine Übung handelte und Kunstblut von geschminkten Wunden tropfte. Die 29 „Verletzten“ gehörten zur Jugendfeuerwehr Forstern, sind Bekannte von Feuerwehrlern oder Ministranten von Pfarrer Christoph Stürzer.

Wenige Minuten nach dem Notruf rücken unter Sirenengeheul dicht aufeinanderfolgend die Feuerwehren von Forstern, Reithofen-Harthofen, Pastetten, Hörlkofen, Markt Schwaben, Buch am Buchrain und Alternerding an. Als Sanitätsdienste eilen die Malteser und das BRK Erding herbei. An der Unfallstelle sind 110 Feuerwehrkräfte und 20 Sanis eingetroffen, die Rettungsarbeiten laufen parallel an den verschiedenen Brennpunkten. Während die Kameraden mit Schere und Spreizer die Verletzten aus dem Pkw-Wrack holen und den Busfahrer buchstäblich aus seinem Sitz sägen, versorgen Sanitäter die Verletzten und bringen sie zu einer Sammelstelle.

Nach etwa zwei Stunden war die Übung vorbei. Organisiert hatte das Trainingsprogramm Forsterns Kommandanten Rainer Streu und Matthias Belmer sowie Robert Huber. Sechs Wochen liefen die Vorbereitungen, bis am Freitag der Alarm kam.

„Es hat alles sehr gut funktioniert“, fasste Streu zwei Tage später zusammen. „Alle haben sehr ruhig und kontrolliert gehandelt.“ Nach einer ersten Nachbesprechung gleich am Freitag wird es noch weitere Auswertungen geben. Dabei werden auch die Punkte aufs Tablett gebracht, die noch optimiert werden können. „Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, vor allem bei der Kommunikation, könnte noch besser sein“, so Streu.

Künftig wolle man ein verstärktes Augenmerk auf den Digitalfunk legen, der noch Neuland für viele Kameraden sei. Über das Funknetz, in dem etwa Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste miteinander vernetzt sind, können sich Einsatzbereiche wie bei einem großen Unglück besser einteilen lassen.

Während übrigens alle menschlichen „Opfer“ am Freitag wohlbehalten wieder nach Hause gingen, musste einer seine letzte Reise zum (Auto)Friedhof antreten: der schon mehrfach kritisierte Übungsbus. Noch am selben Abend landete er auf dem Schrottplatz. „Jetzt muss er weg“, sagte Forsterns Bürgermeister Georg Els am Rande der Rettungsprobe und merkte an: Man könne schließlich nicht Bürger bestrafen, die Schrott ablagern, aber selbst den mittlerweile durchs Feuerwehrtraining zerstörten Bus am Straßenrand stehen haben.

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