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Kunst trifft Politik: Die Malerin Kirsten Alletter mit Bürgermeister Georg Els

Vernissage

Heimische Malerin stellt im Forsterner Rathaus aus

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Forstern – Ein Hauch von Frühling weht durchs Forsterner Rathaus. Die ortsansässige Künstlerin Kirsten Alletter hat mit ihren Bildern dafür gesorgt. Sie ist die vierte heimische Malerin, die ihre Werke dort zeigen darf. „Wenn Kunstwerke in den öffentlichen Raum treten, dann ist das ein spannender Augenblick“, sagte Bürgermeister Georg Els bei der Vernissage, die Ludwig Hiebinger auf seinem Akkordeon mit Stücken aus dem rund 100 Jahre alten Forsterner Liedbuch umrahmte.

Sobald Gemälde & Co. von der privaten Liebhaberei zu „public art“, also öffentlicher Kunst, würden, sei das eine Bereicherung. Plötzlich bedürfe die Kunst dann auch der Zustimmung vieler, „und dann sind auf einmal alle Kunstexperten“, so Els. Der Meinung der Rathausbesucher stellt sich Alletter als vierte Künstlerin in Forstern.

Vor fünf Jahren war im Verwaltungsgebäude eine Ausstellungsreihe gestartet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Bürgern die Arbeit von Künstlern näher zu bringen. Die Gemälde des Forsterner Heimatkünstlers Gottfried Bach, der im Dezember 2005 unerwartet verstorben war, machten den Anfang. Aus seiner Idee der „Kunst im Dialog“ ist inzwischen die Reihe „Kunst trifft Politik“ geworden. Denn der Dialog zwischen Kunst, Politik und Bürgern, so Els, sei auch eine „Art der lebendigen Demokratie“. Nach Bachs Werken waren im Rathaus die Gemälde von Gabrielle Kleininger zu sehen, die auch das 3,80 Meter breite Triptychon mit Forsterner Ansichten geschaffen hat, das seit 2012 den Sitzungssaal ziert. Danach stellte Arthur Herrforth seine Bilder aus, bevor nun Alletters Werke mit Namen wie „Inferno“, „Regenbogeneukalyptus“ oder einfach nur „Rot“ zu sehen sind.

Alletter, geboren 1969 in Bergisch Gladbach, lebt seit mehr als zehn Jahren mit ihrer Familie im Forsterner Eichergelände. Die Malerei ist seit 40 Jahren ihre Leidenschaft. In dieser Zeit setzte sie sich mit den verschiedensten Medien und Techniken auseinander. Sie besuchte diverse Portrait-, Akt- und Aquarellkurse, unter anderem an der LMU München und an der Akademie Wildkogel. Inzwischen widmet sich Alletter, die Mitglied im Kunstverein Erding ist, im eigenen Atelier ihrer Kunst, zu der neben Gemälden auch Steinskulpturen gehören. Vor allem die Form- und Farbenvielfalt der Natur haben es ihr angetan. So hat sie zahlreiche Pflanzen und Blumen in Acryl und Acryl Mischtechnik verewigt – von Kirschblüten über Tulpen bis hin zu Mohn.

Aber auch Impressionen aus der Umgebung sind dabei, zum Teil „malerische Reproduktionen Forsterner Landschaften“, so Bürgermeister Els, wie beispielsweise die romantische Ansicht von Oberstaudham, die in seinem Büro eine Heimat auf Zeit gefunden hat. „Die Bilder stehen für Frühjahr, Lebensfreude, Offenheit, Aufbruch, Urlaub und Erholung“, sagte Els und zitierte Kämmerer Jochen Goldammer, der beim Anblick eines farbenfrohen Triptychons im Eingang des Rathauses festgestellt habe: „Jetzt hat man wirklich das Gefühl, dass es Frühling wird.“  vam

Die Bilder

sind zu den Öffnungszeiten der Gemeinde zu sehen: Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, und donnerstags zusätzlich von 13 bis 18 Uhr. Infos zur Künstlerin stehen online auf www.ka-arts.de.

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