Die neue Rektorin in Forstern: Dr. Annett Taubert.

Neue Rektorin an der Grund- und Mittelschule Forstern

Heimspiel für Annett Taubert

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Forstern – Dr. Annett Taubert ist die neue Rektorin an der Forsterner Grund- und Mittelschule – ein Heimspiel für die 49-Jährige.

Zu ihrer neuen Arbeitsstelle muss Dr. Annett Taubert nur ein paar Minuten fahren. Die Forsternerin übernimmt die Leitung der örtlichen Grund- und Mittelschule. Das hat Schulamtsleiterin Marion Bauer bereits vorige Woche verkündet. Gestern hatte Taubert ihren ersten offiziellen Arbeitstag.

Erfahrung in der Leitung von Grundschulen hat Taubert seit zwölf Jahren. Von 2004 bis 2007 war sie stellvertretende Schulleiterin an der Carl-Orff-Grundschule Altenerding, bis 2011 Schulleiterin an der Volksschule Hohenlinden und zuletzt Rektorin an der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger in Erding. „Ich bin gerne dort gewesen. Es war ein tolles Kollegium und mir ist es dort sehr gut gegangen“, sagt Taubert.

„Doch mir hat die Situation in Forstern ohne Schulleitung wahnsinnig leid getan“, erklärt die gebürtige Sächsin, „vor allem wegen der Kinder“. Wie berichtet, hat Rektorin Failer die Einrichtung bereits Ende April 2015 aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Die bisherige Konrektorin Astrid Villing hat die Geschicke der Grund- und Mittelschule im vergangenen Jahr kommissarisch geleitet.

„Ich habe die Erfahrung im Grundschulbereich und kenne die Lage in der Gemeinde Forstern. Also habe ich mich kurzfristig für die Bewerbung entschieden“, sagt Taubert, die in Forstern keine Unbekannte ist: Die 49-jährige Mutter zweier Kinder ist stellvertretende Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes und sitzt seit 2014 im Gemeinderat.

Seit gut einer Woche hat sie die Zusage und war die vergangenen Tage in der Schule, um am neuen Stundenplan mitzuwirken. Mit der großen Konferenz zum Schulanfang gestern Vormittag trat Taubert ihre neue Stelle offiziell an. An der Universität Passau hat sie Lehramt an Grundschulen studiert – neben Germanistik im Hauptfach auch Mathematik, Biologie und Sport. 1996 promovierte sie in Pädagogik. Die 49-Jährige wird in Forstern Fachunterricht halten – in der Grundschule Ethik und Sport, in der Mittelschule unter anderem in der Deutschförderung.

„Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Taubert, die von ihren neuen Kollegen gut aufgenommen worden sei.

Für die rund 20 Pädagogen in Forstern beginnt das Schuljahr gleich mit zwei Neuerungen. Da Villing als Lehrerin an die Mittelschule Erding gewechselt ist, ist auch der Konrektor neu. Seit Freitag steht fest: Simon-Lorenz Dörr, bisher Pädagoge an der Mittelschule in Dorfen, wird das Amt bekleiden (Bericht folgt).

„Mir ist es wichtig, zügig ein ruhiges Fahrwasser für die Schüler und für die Lehrkräfte finden“, sagt Taubert. Sie bräuchten Verlässlichkeit und Beständigkeit, aber in manchen Punkten auch Innovationen. „Wir wollen uns zum Beispiel auf den Weg machen, den Offenen Ganztag in der Mittelschule zu etablieren“, erklärt die Rektorin. Auch strukturelle und zum Teil längst überfällige Dinge will sie anpacken – beispielsweise eine eigene Homepage für die Bildungsstätte.

Überhaupt startet Taubert in eine spannende Zeit an ihrer neuen Schule. Denn die steht bekanntermaßen gerade vor einer grundlegenden Sanierung: Die Gemeinde bringt das Gebäude energetisch auf Vordermann und macht es barrierefrei.

Doch zunächst steht für Taubert heute eine ganz andere Aufgabe an: Sie wird – einen Tag nach ihrem eigenen „ersten Schultag“ – um 8 Uhr die Fünftklässler und eine Stunde später die Erstklässler an ihrer neuen Schule begrüßen.

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