Gemeinderat Forstern 

Hochwasserschutz: Jetzt geht’s los

  • schließen

Forstern – Die Gemeinde Forstern macht Ernst beim Hochwasserschutz. Jetzt starten die Planungen dafür, wie die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Göran Brandhorst vom Ingenieurbüro Sehlhoff hatte in der vorigen Gemeinderatssitzung die Brennpunkte im Gemeindebereich erläutert (wir berichteten). Nun hat das Gremium beschlossen, dass das Büro zunächst eine Kostenschätzung für die weiteren Planungen der Einzelmaßnahmen abgeben soll. Bürgermeister Georg Els (AWG) geht jedoch davon aus, dass die Arbeiten an das IB Sehlhoff vergeben werden, da es bereits das Hochwasserschutzkonzept erarbeitet hat und die Details kennt. „Wir sollten trotzdem vorher wissen, wie viel das kostet“, insistierte Peter Feckl (AWG). Die Ergebnisse sollen dann in stufenweiser Planung umgesetzt werden.

Im Forsterner Gemeindegebiet gibt es vier Hochwasser-Brennpunkte: Wettinger Straße, Forstern im Bereich des Hirschbachs, Tading und Preisendorf. Für alle vier Gebiete werden zusätzliche Rückhaltungen nötig. Zudem sollten je nach Örtlichkeit die Wasserführung umgebaut und der Durchfluss erhöht werden. Wenn die geplanten Rückhaltemaßnahmen auf Gemeindegrund liegen, stehe deren Umsetzung nichts im Wege, erklärte Els. „Wenn nicht, bilden die Planungen die Grundlage für Verhandlungen zum Erwerb der Flächen“, sagte er. An Stellen, die für den Hochwasserschutz wichtig sind, nur deswegen nicht zu planen, weil die Gemeinde dort keinen Grund besitzt, sei keine Option. Mit den Eigentümern müsse man in diesem Fall einen Kompromiss finden.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 600 000 Euro, davon entfallen etwa 350 000 Euro auf die Arbeiten am Hirschbach und 100 000 Euro auf den Bereich der Wettinger Straße. Die Einzelmaßnahmen sind förderfähig. Empfohlen wurde der Gemeinde jedoch, sie gemeinsam zu beantragen, sofern sie in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden sollen.

Hierzu muss jedoch nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt zunächst ein Fachbüro eine Planung erstellen und die wasserrechtliche Genehmigung beantragen. Danach können ein Förderantrag gestellt und nach Vorliegen der Förderzusage oder des vorzeitigen Maßnahmenbeginns die Detailplanung der Einzelmaßnahmen starten. Hierfür wäre das Büro Sehlhoff ebenfalls zuständig.

Vroni Macht

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Packende Passion
Ein fein abgestimmtes Orchester, ein hoch präsenter Kirchenchor und souveräne Gesangssolisten gestalteten eine ergreifende Johannes-Passion in der Pfarrkirche Maria …
Packende Passion
VdK auf Erfolgskurs
27 neue Mitglieder kamen im vergangenen Jahr hinzu und heuer haben sich weitere acht Personen entschlossen, dem Ortsverband beizutreten.
VdK auf Erfolgskurs
Gräben zugeschüttet: „Wir sind ein Team“
Nach dem Wechsel in der Geschäftsführung der Dorfener Stadtwerke geht es dort mit einem neuen Leitungsteam weiter. Der Energieversorger bleibt dabei auf Kurs: ökologisch …
Gräben zugeschüttet: „Wir sind ein Team“
Stets engagiert, aber nicht immer bequem
Eineinhalb Jahre lang hat Georg Maurer aus Reithofen gegen den Krebs gekämpft. Nun hat der 69-Jährige, der für die SPD im Pastettener Gemeinderat saß, diesen Kampf …
Stets engagiert, aber nicht immer bequem

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare