Führten als Moderatorinnen durch den Abend: Antonia Hirschmann und Annalena Nußrainer (v. l.).
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Führten als Moderatorinnen durch den Abend: Antonia Hirschmann und Annalena Nußrainer (v. l.).

Junge Christen aus dem Landkreis gestalten multimedialen Jugendgottesdienst

„Hört hin, hört auf andere Menschen“

Unter dem Motto „Hörst du mich?! Und wie? Und wie!“ fand ein Jugendgottesdienst in der Tadinger Pfarrkirche statt. Dabei wurden via Internet auch junge Leute aus dem ganzen Landkreis eingebunden.

Tading – „Hörst du mich?! Und wie? Und wie!“ Der Jugendgottesdienst in der Tadinger Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt stand ganz im Zeichen von „Hören“ und „Gehört werden“. In der stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirche leitete Pfarrer Christoph Stürzer die Messe, überließ aber einen großen Teil den Jugendlichen zur Gestaltung. Diese würden in der Pandemie oft übersehen, so das Credo der Veranstaltung.

Die Moderatorinnen Antonia Hirschmann und Annalena Nußrainer führten gekonnt durch den Abend und ließen durch einen großen Bildschirm im Altarraum auch die Pfarreien Langengeisling, Ottenhofen und Isen zu Wort kommen. Dies sei live geplant gewesen, doch aufgrund technischer Probleme habe man spontan Videos aufgenommen und nach Tading geschickt, erklärt Saskia Stanner. Dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch und verdeutlichte einmal mehr den Gestaltungswillen der jungen Leute.

Auch der Jugendchor Tading und die Band um Leiterin Regina Maier zündeten in der Kirche mit Lieder wie „Feuer und Flamme“ und dem afrikanischen Sanctus „Sana Sananina“ ein musikalisches Feuerwerk. Die Musikerinnen und Musiker zeigten ihr Können aber auch in leisen, klaren Tönen mit dem „Bayerischen Halleluja“ – eine Bearbeitung des Klassikers von Leonhard Cohen durch Stefan Mosinger.

Auf dem Bildschirm berichteten Jugendliche aus den verschiedenen Pfarreien von ihren persönlichen Problemen. Eine junge Frau aus Langengeisling sprach vom fehlenden Treffpunkt für junge Menschen im Ort. Simone aus Ottenhofen erzählte von den Schwierigkeiten, in einen neuen Ort zu ziehen und – unter anderem coronabedingt – keine neuen Kontakte knüpfen zu können. Aus Isen kamen vor allem Bedenken wegen der Autobahn, aber auch Gedanken zu Regionalität und Nachhaltigkeit.

„Gehört zu werden ist ein wunderschönes Gefühl“, resümierte Kilian Mitterer und verwies auch auf Jesus, der einen „durch dieses Stimmengewirr“ führen könne. Zum Friedensgruß schickten die Verantwortlichen aus den Pfarreien eine Live-Botschaft nach Tading. Über eine Zoom-Videokonferenz bildeten sie mit ihren Händen Tauben und ließen sie als Zeichen der Gemeinschaft nach oben steigen.

Während der Messe konnten – dies war durch die Liveübertragung im Internet möglich – die Gläubigen auf einer Homepage ihre Gedanken einschicken, die dann in einer Art Mindmap auf dem Bildschirm zu sehen waren. Der abschließende Appell der Jugendlichen in Tading bezog sich auf die christliche Nächstenliebe: „Hört hin, hört auf andere Menschen.“

Der Jugendkirche kann man in den gängigen sozialen Medien – Youtube, Facebook und Instagram – folgen.

Alexander Lotz

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