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Das alte Grundschulgebäude (links im Bild) aufzustocken, wäre für den Forsterner Gemeinderat die eleganteste Lösung, um Räume für den Kinderhort zu schaffen. Zunächst wird aber die Statik überprüft.

"Villa Kunterbunt"

Forstern: Der Hort soll in die Grundschule

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Forstern - Raus aus dem Container, rein in die Grundschule: Die Gemeinde Forstern will für ihren Kinderhort neue Räume schaffen - am liebsten im Dachgeschoss des alten Schulgebäudes.

„Villa Kunterbunt“ heißt der Hort der Gemeinde Forstern. Doch von außen ist die Kindertageseinrichtung alles andere als kunterbunt. Grau sind die Container am Wörlanger, in denen die Kinder nach Schulschluss betreut werden. Anfang 2008 waren die Module aufgestellt worden, bereits ein halbes Jahr später hat man sie erweitert.

„Schon damals war klar, dass diese Lösung nur vorübergehend ist“, sagte Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung. Jetzt soll dieses Provisorium endgültig weichen, der Hort in ein festes Gebäude einziehen - nicht zuletzt wegen des Dorfzentrums, das noch in Planung ist. Die Idee, den Hort dort im neuen Rathausanbau unterzubringen, hat man inzwischen verworfen. „Das würde räumliche Probleme geben“, erklärte Els.

Nachdem man verschiedene Standorte diskutiert hatte, scheint der perfekte nun gefunden zu sein. „Wir könnten die alte Grundschule quasi anheben, den Dachstuhl erhöhen und dort den Hort integrieren“, schlug Els vor. Die Fläche würde für zwei Gruppen reichen. Und sollte man sich in Gemeinde und Schule dazu entschließen, eine Offene Ganztagsschule einzuführen, könnten die Räume auch dafür genutzt werden. Da man ohnehin die Schule generalsanieren und gleichzeitig barrierefrei machen wolle, könnte auch das ausgebaute Dachgeschoss mit einem Aufzug erschlossen werden.

Die Bausubstanz des Gebäudes sei solide, sagte Els. Doch zunächst soll eine Studie klären, ob die Statik eine Aufstockung zulässt und wie mit dem Brandschutz zu verfahren ist. Etwa 10 000 Euro wird diese Untersuchung kosten. Rund 1,3 Millionen Euro werden für die Aufstockung fällig.

Architekt Martin Hubner rechnet laut Els damit, dass diese auch statisch kein Problem ist. Die Erweiterung könnte dann auch ohne große Beeinträchtigungen während des Schulbetriebs über die Bühne gehen. Für den Notfall hat er jedoch eine Alternative parat. Auf der Freifläche zwischen Turnhalle, Schule, Sportplatz und Wörlanger könnte der Hort als Satellit entstehen. Für beide Varianten soll Hubner einen Kostenvergleich erarbeiten.

„Eine Aufstockung wäre die eleganteste Lösung“, fand Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen). Auch Herbert Berger (AWG) hielt das für sinnvoll, da etwa Wasser- und Stromanschlüsse schon vorhanden seien. „Den Hort ins Schulgebäude zu integrieren ist der beste Weg“, stimmte auch Annett Taubert (CSU) zu.

Vroni Macht

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