Immer mehr ausländische Einwohner

Forstern ist jung und bunt

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Die Gemeinde Forstern kratzt an der 4000-Einwohner-Marke. 3955 Menschen sind derzeit hier gemeldet, berichtete Bürgermeister Georg Els in der Bürgerversammlung.

ForsternDarunter sind 519 Frauen, Männer und Kinder aus 53 Nationen – „von Ghana über Marokko bis China und Österreich ist alles dabei“, so Els. Die größten Volksgruppen stellten Ungarn, Rumänen, Türken, Italiener und Kroaten. In der Statistik enthalten seien auch die 39 Asylbewerber, die in den zwei Unterkünften in Forstern leben. Dieses „bunte Potpourri“ zeige laut Els, dass die Welt enger geworden sei.

779 Bürger sind jünger als 18 Jahre, 504 älter als 65. „Wir sind eine verhältnismäßig junge Gemeinde, aber auch der Anteil an Senioren wächst“, sagte Els. Das zeige auch der Demografie-Spiegel des Statistischen Landesamts: Demnach soll bis 2028 in Forstern die Zahl der Jugendlichen bis 18 Jahre um 2,7 Prozent sinken, während der Anteil der Generation 65 plus um bis zu 30 Prozent steige.

Geburten gab es heuer bisher 29 (Vorjahr: 43), außerdem 18 Todesfälle und elf Eheschließungen, davon aber nur vier in Forstern. „Das ist etwas, was andere Gemeinden dazu verleitet, ihr Standesamt aufzulösen“, meinte Els. Es sei vielen zu teuer, mindestens zwei Standesbeamte dafür zu beschäftigen, dass es immer weniger Trauungen und kaum Hausgeburten gebe und Sterbefälle meist in den Krankenhäusern passierten. Hohenlinden, Anzing und Forstinning zum Beispiel hätten kein eigenes Standesamt mehr. In Forstern habe sich der Gemeinderat bewusst dafür entschieden. „Das soll auch eine Dienstleistung für die Bürger sein“, erklärte Els. „Sie sollten in ein Rathaus gehen können, wo sie die Mitarbeiter kennen, und nicht in ein anonymes Standesamt 15 Kilometer entfernt geschickt werden.“

Rubriklistenbild: © ddp / Michael Urban

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