Der neue Pfarrverbandsleiter von Maria Tading, Christoph Stürzer, segnete bei seinem Antrittsgottesdienst mit geweihtem Wasser die Kirchengemeinde im Tadinger Gotteshaus. Foto: Vogel

"Junger, dynamischer Priester"

Tading - Nach zwei Jahren Vakanz übernimmt nun Pfarrer Christoph Stürzer den Pfarrverband. Er sieht die Gläubigen als „lebendige Bausteine der Kirche“.

„Da sieht man schon, das ist der Pfarrverband. Jeder trägt seinen Teil bei, und es ergibt ein gemeinsames Ganzes“, mit diesen Worten nahm der neue Pfarrverbandsleiter Christoph Stürzer beim sonntäglichen Festgottesdienst in einem symbolischen Akt die Kirchenschlüssel der vier Pfarreien Buch am Buchrain, Forstern-Tading, Hohenlinden und Pastetten von den Kirchenpflegern entgegen.

Der Kirchweihsonntag war für die vielen Gläubigen, die sich mit den Fahnenabordnungen der Vereine dicht an dicht bis an die Türen des Tadinger Gotteshauses drängten „nach zwei Jahren gestalteter Vakanz“, so Gemeindereferentin Manuela Steck, ein ganz besonderer Festtag. Ein „junger, dynamischer Priester“, so Dekan Michael Bayer übernehme die neue Leitung. Bayer dankte allen, die sich engagiert haben, um eine „gelungenen Zeit der Vakanz“ zu schaffen. Mit diesem Einsatz sei der Pfarrverband durch die Wogen der Zeit geführt worden.

Nachdem die Ernennungsurkunde des Erzbischofs verlesen worden war, erneuerte Stürzer das Weiheversprechen zur Ausübung des Priesteramts, zur Verkündigung des Evangeliums, zur Feier der Sakramente, zum Gebet und zur Sorge für Bedürftige. Der Dekan überreichte ihm das Evangelienbuch als Zeichen dafür, dass der neue Pfarrverbandsleiter als Priester für die Verkündigung der Frohen Botschaft verantwortlich sei. In seiner Predigt griff Stürzer das Bild von den Gläubigen als lebendige Bausteine der Kirche auf und fragte, wo wohl jeder Baustein seinen Platz habe. Er selbst würde sich mit seiner Vorliebe für Gipfel und „Aussichtspunkte“ vielleicht gerne im Turm verbaut sehen oder aber in Nähe der Orgel wegen seiner Liebe zur Musik. Manche Gläubige seien Teil des Fundaments. An dieser Stelle müsse man sehr stabil sein, da man den ganzen Bau stütze und vor Einbrüchen bewahre. Andere wiederum fänden ihren Bausteinplatz näher bei der Tür, „vielleicht, weil sie eher zu frischer Luft neigen“. In jedem Fall habe jeder Baustein seinen ganz speziellen Platz und seine Aufgabe. „Alle sind wir berufen mitzuwirken.“ Jeder Baustein für sich genommen sei „unersetzlich“. Wenn einer herausfalle, entstehe ein Loch, durch das der Wind blase. Mit Jesus Christus als Fundament könne es gelingen, „lebendige Steine im Hause Gottes zu sein“.

Stürzer appellierte an die Kirchenbesucher, den Glauben im Alltag zu leben. „Durch uns kann Gott erfahrbar werden.“ Der neue Pfarrverbandsleiter spendete das Sakrament der Taufe und segnete mit dem geweihten Wasser die Gemeinde und den Kirchenraum.

Der Chor unter Konrad Hubers Leitung sorgte für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung dieses ganz besonderen Kirchweihsonntags, der von goldenem Herbstwetter begleitet war.

(vev)

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