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Ein grandioses geistliches Werk mit Nähe zur Oper: Volltönend brachte der Konzertchor Forstern unter Konrad Hubers Gesamtleitung Händels „Dixit Dominus“ in der stimmungsvoll beleuchteten kleinen Turnhalle der Forsterner Schule zur Aufführung. 

Konzertchor beschert seinen Zuhörern einen Neujahrsgenuss

Ein mitreißendes Hörerlebnis

Forstern – Leidenschaftlich, innig und stimmlich beeindruckend: Der Konzertchor Forstern schenkte den vielen Zuhörern in der kleinen Turnhalle der Schule mit Georg Friedrich Händels spannungsreicher Komposition „Dixit Dominus“ ein mitreißendes Hörerlebnis zum Jahresbeginn.

Unter Konrad Hubers souveräner Gesamtleitung entspann sich mit dem geistlichen Werk des bekannten Barockkomponisten ein opulentes Musikgeschehen. Solistisch hörte man Cordula Schuster und Birgit Hipper (Sopran), Benedikta Unangst (Alt), Harald Thum (Tenor) und Christian Jäger (Bass). Schön gestalteter Wechselgesang zwischen Sopran- und Altstimme sowie einprägsame Solopartien von Tenor und ausgereiftem Bass schufen Momente andächtigen Verharrens und vorwärts treibender Dynamik.

Die intensive Klangfülle des Chorgesangs entwickelte eine packende Theatralik, wie man sie von der Oper kennt. Das verwundert nicht, da Händel, der wie sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach 1685 geboren wurde, gerade in diesem Genre beheimatet war und vor allem mit seinen Opernkompositionen Berühmtheit erlangte.

„Dixit Dominus“ gilt als Händels erstes gewichtiges geistliches Werk, das der Komponist mit Anfang Zwanzig während seines dreijährigen Italien-Aufenthalts schrieb. In dieser Zeit kamen auch zwei Opern zur Aufführung.

Zu Beginn des achtsätzigen Werks „Dixit Dominus“ wurde man mit einer opernhaften orchestralen Einleitung und prägnanten „Dixit“-Rufen des Chors in das Musikgeschehen hineingezogen. Mit raumfüllender Präsenz mündete Händels Vertonung des Psalms 110 letztlich in ein markant gestaltetes Gotteslob: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit, Amen.“

Die Instrumentalmusik, gespielt vom Orchester des Singkreises Forstern, widmete sich mit drei Werken ebenfalls dem Barockkomponisten. Passend zum Feuerwerk nach dem Konzert erklang Händels funkelnde „Wassermusik“, die er für ein Fest des britischen Königs Georg I. geschrieben hatte. Händel gestaltete diese Suite mit repräsentativen Tanzsätzen. Der Name war Programm: Denn die „Wassermusik“ erklang während einer Lustfahrt des Königs auf der Themse und kam bei der Uraufführung bestens an. Der König war so angetan, dass er mehrere Stücke wiederholen ließ. Der Glanz dieser bekannten Händel-Suite mit Bläsersolisten schien im Forsterner Neujahrskonzert auf.

Versiert gespielt waren zudem zwei Concerti Grossi Händels. Das Publikum zeigte sich vom Neujahrskonzert begeistert und erklatschte eine Zugabe. Es erklang erneut ein Chorsatz aus „Dixit Dominus“.

VON VRONI VOGEL

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