„Bardolino“ heißt dieses Kunstwerk von Roswitha Effenberger, das im Forsterner Sitzungssaal hängt – eingerahmt von zwei Lampenkreationen von Lukas Effenberger (r.),. hier bei der Vernissage mit Bürgermeister Rainer Streu.
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„Bardolino“ heißt dieses Kunstwerk von Roswitha Effenberger, das im Forsterner Sitzungssaal hängt – eingerahmt von zwei Lampenkreationen von Lukas Effenberger (r.),. hier bei der Vernissage mit Bürgermeister Rainer Streu.

Roswitha und Lukas Effenberger zeigen im Forsterner Rathaus Gemälde und Objekte

Kreatives Mutter-Sohn-Duo

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Seit 40 Jahren malt Roswitha Effenberger schon, jetzt hat die Tadingerin ihre erste Ausstellung eröffnet – gemeinsam mit ihrem Sohn Lukas. Im Forsterner Rathaus zeigt die 52-Jährige rund 45 Gemälde, während ihr Sohn Objekte für den Garten und Lampenkreationen ausstellt.

Forstern –„Wenn man über 40 Jahre malt, ist das künstlerische Spektrum groß“, sagt Roswitha Effenberger: Bleistift, Füller, Aquarell und Öl, am liebsten aber greift sie zu Acryl. „Das ist meine Lieblingstechnik“, sagt die Steuerfachangestellte und weiß noch ganz genau, wann ihre Leidenschaft dafür begonnen hat: „Ich war als Kind im Kindergarten St. Korbinian in Forstern, unsere Söhne Lukas und Thomas auch. Und zum Abschluss unserer Kindergartenkarriere habe ich den Heiligen Korbinian auf einem Metallschild gemalt.“ Für den Außenbereich – bewundern kann man den Heiligen Korbinian nach wie vor im Eingangsbereich des Kindergartens – kam nur Acrylfarbe in Frage. „Das war quasi mein erstes offizielles Werk“, sagt die Künstlerin lachend.

Stilistisch habe sie sich seitdem in viele Richtungen entwickelt. „Ich bin neugierig und offen für alles“, sagt sie und bringt Tiere, Menschen und Landschaften ebenso auf die Leinwand wie Abstraktes. Inspirationen dafür holt sie sich meist auf Reisen, wo sie viel fotografiert und das Erlebte und Gesehene später in ihren Bildern verarbeitet. Rund 45 Werke sind in den kommenden Monaten im Rathaus zu sehen.

Objekte für den Garten und Lampenkreationen

Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte für den Garten und Lampenkreationen von Lukas Effenberger. Der 22-Jährige lebt in Reithofen, ist frisch gebackener Karosseriebaumeister und hat bereits bei der Verwirklichung extravaganter Lichtobjekte von Ingo Maurer geholfen, die zum Beispiel in der Pinakothek der Moderne in München gezeigt wurden.

Zu sehen sind in Forstern neben Lampen auch ein Nachtkastl, ein Kerzenleuchter und Figuren für den Garten, vieles davon aus Metall, aber auch Holz oder Stein kommen zum Einsatz. „Oft sehe ich Gegenstände und überlege mir: Was könnte ich daraus machen?“, erzählt der 22-Jährige von seinem Schaffensprozess. So sind etwa aus alten Hufeisen Pfaue entstanden, aus Heizkörpern Schafe und aus Ölfässern Schweine. Eine Lampe hat Füße, die Lukas Effenberger auf dem Schrottplatz gefunden hat, eine andere besteht aus Aluminium-Fünfecken, die sonst im Müll gelandet wären.

„Ohne Kunst und Kultur wird’s still, das hat man in den vergangenen Monaten oft gehört“, sagte Bürgermeister Rainer Streu bei der Vernissage. „Und diese Stille hat man in Forstern auch gemerkt. Eine Veranstaltung wie diese ist lange her“, meinte er zu dem kleinen Empfang, der draußen und unter Einhaltung der 3G-Regeln stattfand.

Die Werke kann man im Rathaus zu den Öffnungszeiten sehen, die jeweils aktuell geltenden Zeiten findet man auf www.forstern.de.

vam

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