Forsterner Energienutzungsplan 

LED-Leuchten in Schule und Kindergärten

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Forstern – Energie sparen durch den Einbau neuer Leuchten: Die Gemeinde Forstern will mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Gemeinde Forstern kann viel Strom sparen, wenn sie die Leuchtmittel in einigen kommunalen Liegenschaften und an manchen Straßen austauscht. Zu diesem Zwischenergebnis kommt das Institut für Energietechnik IfE aus Amberg, das für die Gemeinden Forstern, Pastetten, Buch am Buchrain, Walpertskirchen, Isen, Finsing, Lengdorf und St. Wolfgang einen interkommunalen Energienutzungsplan erstellt. Dieser ist Voraussetzung dafür, dass die Projekte gefördert werden.

Wie Geschäftsleiterin Christine Pettinger im Gemeinderat erklärte, haben die Fachleute in den kommunalen Liegenschaften den Bestand an Leuchten und Leuchtmitteln aufgenommen und deren Energieeffizienz ausgewertet. „Ausgenommen wurden Hort, Feuerwehr, Bauhof und Wörlsaal, in denen eine Erneuerung nicht mehr sinnvoll ist, weil sie abgerissen oder neu gebaut werden sollen“, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG). Die Kinderkrippe Villa Rappelkiste und das Rathaus blieben ebenfalls außen vor. Hier gibt es neue Leuchtmittel und die für die Förderung nötige Einsparung kann laut Institut nicht erreicht werden.

Unter die Lupe genommen hat man die Schule, das Kinderhaus Villa Wirbelwind und den Kindergarten Villa Regenbogen. Insgesamt sei das Zwischenergebnis erfreulich: „Die Werte bewegen sich im normalen Bereich. Nirgends wird überdurchschnittlich viel verbraucht, aber in allen Einrichtungen könnten wir mit LED deutlich sparen“, erklärte Pettinger.

Sie hatte die Zahlen des Instituts dabei. So könne man, bei einer angenommenen Brenndauer von durchschnittlich drei Stunden täglich, etwa in der Villa Wirbelwind mit LED 61 Prozent der Energiekosten einsparen. „Das ist eine interessante Summe, zumal die Investitionskosten nicht so hoch sind“, so Pettinger. Rund 5000 Euro würde die Umstellung kosten. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir ein derart großes Einsparpotenzial haben“, gab sie zu. Dies liege an den relativ vielen dort installierten Kompaktleuchtstofflampen, die – ebenso wie Leuchtstoffröhren – viel Strom verbrauchen.

Auch in der Villa Regenbogen und der Schule beträgt die mögliche Ersparnis mehr als 60 Prozent. Die Schule wird den meisten Aufwand erfordern. Was die Umrüstung hier kosten wird, dafür gab es noch keine Schätzungen. In jedem Fall müsste man aber nicht nur die Leuchtmittel, sondern auch die Fassungen austauschen. Nur dafür gebe es einen Investitionszuschuss, so Els. Rein nach diesem ersten Gutachten seien alle drei Bereiche förderfähig.

In der Schule, wo gut 1000 Leuchtstoffröhren verbaut sind, will man die Arbeiten bei der Generalsanierung anpacken. Den höchsten Energieverbrauch gebe es in den Turnhallen, wo Quecksilberdampflampen, so genannte HQL-Lampen, für Licht sorgen. Alleine dort könnte man durch einen Austausch die Hälfte einsparen.

Ein Minus von bis zu 70 Prozent ist bei der Straßenbeleuchtung drin. Einige Straßenzüge wurden bereits auf energiesparende Leuchten umgestellt, in anderen gibt es noch Einsparpotenzial. „Wir als Gemeinde sollten mit gutem Beispiel vorangehen“, meinte Els und plädierte für eine sukzessive Umrüstung auf LED in den eigenen Gebäuden. Bis das Endergebnis der Untersuchung vorliegt, soll die Verwaltung die Unterlagen so weit vorbereiten, dass Förderanträge gestellt werden können.

Vroni Macht

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