+
Franz Brandmaier aus Buchbach (2.v.r.) transportierte ein Modell der Tadinger Kirche auf seinem Gespann.

Leonhardiumritt in Preisendorf

110 prachtvolle Pferde ziehen durchs Dorf

Rund 1300 Pferdefreunde verfolgten gestern Nachmittag den 13. Leonhardiumritt in Preisendorf. 110 Pferde plus ein Ochsengespann waren prächtig geschmückt. Zum Schluss wurden die Tiere gesegnet.

PreisendorfDas ruhige Novemberwetter hatte eine Vielzahl an Zuschauern und Teilnehmern mobilisiert. Mehr als 1300 Pferdefreunde hatten sich am Sonntag auf den Weg gemacht, um an einem traditionellen Brauchtum der besonderen Art teilzunehmen: Im kleinen Ort Preisendorf mit den umliegenden Gemeinden Hohenlinden und Forstern fand der jährliche Leonhardi-Umritt mit Pferdesegnung statt. Der Regen setzte erst nach dem Umzug ein.

Hauptattraktion für die Zuschauer waren die zahlreichen Reiter und liebevoll geschmückten Kutschen aus den umliegenden Ställen. Zum Teil hatten die vierbeinigen Gäste einen weiten Weg. Sie kamen aus Markt Schwaben, Ottenhofen, Parsdorf, Steinhöring, Karlsdorf, Burg-rain, Walpertskirchen, Forstern, Hohenlinden und Assling. Tatjana Pittroff führte mit ihren beiden Distanzpferden aus Steinhöring den Zug als Standartenreiterin an.

Rund 110 Pferde, Ponys und das imposante Ochsengespann von Helmut Stocker aus Landsham umrundeten die malerische Kirche St. Stephanus. Mit von der Partie waren 20 prachtvolle Gespanne sowie zwei große Isländergruppen aus Etzenberg (Steinhöring) und Hohenlinden. Franz Brandmaier aus Buchbach transportierte ein kleines Modell der Tadinger Kirche auf seinem Gespann.

Zum 13. Umritt begrüßten die Preisendorfer viele Ehrengäste wie die stellvertretende Präsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els. Auch die beiden Landräte Martin Bayerstorfer und Robert Niedergesäß aus Erding und Ebersberg hatten in den Kutschen Platz genommen. Mit dabei waren ebenso die Bürgermeister Georg Els und Ludwig Maurer aus den Gemeinden Forstern und Hohenlinden. Als Vertreter des Bauernverbandes fuhren neben Kreisobmann Jakob Maier und Kreisbäuerin Irmgard Posch sowie Ortsbäuerin Leni Eicher mit Ortsobmann Anton Oskar in einer Kutsche. Drei Trachtenvereine aus Hohenlinden, Markt Schwaben und Isen rundeten das Bild ab.

Pfarrverbandsleiter Christoph Stürzer nahm mit Diözesanjugendpfarrer Richard Greul die Andacht mit Pferdesegnung vor. Zum Abschluss sang der Kirchenchor von Hohenlinden mit Begleitung der Isener Blaskapelle „Großer Gott wir loben Dich“. Viele Zuschauer stimmten mit ein. Dieser Zauber wird den Besuchern in Erinnerung bleiben. Bei einem gemütlichen Beisammensein klang der Leonhardi-Ritt aus. (Birgit Hubner)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Altes Sägewerk in Burgrain: Monteur-Hotel oder normales Wohnhaus?
Wird das einstige Sägewerk in Burgrain als Herberge genutzt? Das vermuten Anwohner. Das Landratsamt prüft den Fall nun.
Altes Sägewerk in Burgrain: Monteur-Hotel oder normales Wohnhaus?
Mit 1,2 Promille zu Fuß geflüchtet
Zu Fuß aus dem Staub gemacht hat sich am frühen Samstagmorgen eine Erdingerin, nachdem sie im Vollrausch in Erding einen Unfall verursacht hatte.
Mit 1,2 Promille zu Fuß geflüchtet
Gemeinschaftliches Bauen gegen den Siedlungsdruck
Wie kann der Weg zum Eigenheim trotz immens gestiegener Baulandpreise aussehen? Das hat bei einer Veranstaltung von Gemeinde Walpertskirchen und Mitbauzentrale München …
Gemeinschaftliches Bauen gegen den Siedlungsdruck
Erdinger Bauernhausmuseum - Ein Zeuge der guten alten Zeit
Das Erdinger Bauernhausmuseum wird 30 Jahre alt. Das wurde mit einer großen Feierstunde begangen. Am Sonntag, 20. Oktober, finden Kirta-Fest und Kreisvolksmusiktag statt.
Erdinger Bauernhausmuseum - Ein Zeuge der guten alten Zeit

Kommentare