S-Bahn-Ärger auf der Stammstrecke: Feuerwehreinsatz - Ein Bahnhof ist gesperrt 

S-Bahn-Ärger auf der Stammstrecke: Feuerwehreinsatz - Ein Bahnhof ist gesperrt 
+
Das Zwischenzeugnis hat an immer mehr Grundschulen ausgedient. Stattdessen werden Lernentwicklungsgespräche geführt (Symboldbild).

Lernentwicklungsgespräch statt Zwischenzeugnis

Viel verständlicher als Noten

  • schließen

An immer mehr Grund- und auch Mittelschulen ersetzt das Lernentwicklungsgespräch (LEG) das klassische Zwischenzeugnis. Schulleiterin Dr. Annett Taubert erklärt die Vorteile des LEG.

Forstern/Landkreis – Tausende Mädchen und Buben besuchen die Schulen im Landkreis. Sie alle haben das erste Halbjahr im laufenden Schuljahr hinter sich – aber nicht für alle gibt es am heutigen Freitag ein Zwischenzeugnis. Vor allem in den Grundschulen wird der klassische „Giftzettel“ immer öfter durch ein sogenanntes Lernentwicklungsgesprächs (LEG) ersetzt – zum Beispiel an der Grundschule Forstern.

Das Kultusministerium gibt den Grundschulen seit dem Schuljahr 2014/15 in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 diese Möglichkeit . „Das ist eine unheimliche Bereicherung und viel aussagekräftiger. Der Elternkontakt ist intensiver, und es gibt eine ehrliche Einschätzung seitens der Kinder“, erklärt Dr. Annett Taubert, Leiterin der Grund- und Mittelschule Forstern.

Die Rückmeldung der Eltern auf die Lernentwicklungsgespräche sei zum größten Teil positiv, sagt Taubert. „Die Eltern finden die Gespräche angemessen und auch sehr kindgerecht. Sie finden es gut, dass die Kinder direkt eingebunden werden“, erklärt die 51-Jährige. „Erst war ich skeptisch, es ist aber viel besser als ein geschriebenes Zeugnis. Vor allem wird dem Kind alles genau erklärt, und es konnte es somit besser verstehen“, lautet etwa eine Rückmeldung von Eltern.

Dr. Annett Taubert ist Leiterin der Grund- undMittelschule Forstern.

Taubert ist sich sicher: Seit es diese Gespräche gibt, „hat das Zwischenzeugnis an sich zumindest in der Grundschule nicht mehr die Relevanz, die es einmal hatte“. Und wie ernst sollte man diese Zwischenbilanz nehmen? „Wer seine Rolle als Eltern ernst nimmt, Kinder im Lernprozess zu begleiten, weiß, wie sein Kind in der Schule steht und ist über die Ergebnisse nicht unbedingt überrascht“, meint Taubert. Eltern könnten das ganze Jahr über das Gespräch mit der Schule suchen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Kind schulische Defizite hat oder Unterstützung im sozial-emotionalen Miteinander braucht.

Anstelle eines für viele Kinder schwer verständlichen Zwischenzeugnisses, bekommen die Schüler in Forstern am Zeugnistag den Rückmeldebogen zu ihrem Lernentwicklungsgespräch. Dieses Formular füllen die Schüler gemeinsam mit der Lehrkraft aus. Dabei lernen sie, sich selbst einzuschätzen. In altersgemäßer Form werden die Bereiche Soziale Verantwortung, Lern- und Arbeitsverhalten sowie die einzelnen Fächer abgefragt. Das LEG wird mit dem Kind und der Lehrkraft in einer angenehmen Atmosphäre der Schule geführt. Es ist mindestens ein Erziehungsberechtigter anwesend.

„Die Eltern haben so die Möglichkeit mitzuerleben, wie ihr Kind sich selbst wahrnimmt und erfahren, ob sich diese Einschätzung mit der Meinung der Lehrkraft deckt. Am Ende des Gespräches gibt es auch die Möglichkeit, konkrete Nachfragen zu stellen“, sagt die Pädagogin. Im Gespräch überlegt das Kind mit der Lehrkraft, was es schon gut kann, und was beim Lernen hilfreich sein kann, um Bereiche mit Entwicklungsbedarf zu fördern. Noten stehen dabei nicht im Vordergrund, nur in der dritten Jahrgangsstufe gibt’s am Zeugnistag zusätzlich ein Blatt mit Noten der einzelnen Fächer.

Am Ende des Gesprächs wird ein konkretes Ziel festgelegt – etwa die eigene Schrift zu verbessern oder sich häufiger zu melden. „An diesem Ziel arbeitet der Schüler dann im zweiten Halbjahr. Im Jahreszeugnis wird die Zielerreichung dann eingeschätzt“, erklärt Taubert.

Seit vorigem Jahr ist das LEG auch für die fünften und sechsten Klassen der Mittelschulen möglich. In Forstern finden diese Gespräche mit allen Fünftklässlern statt. In der sechsten Jahrgangsstufe gibt es zusätzlich zu einem Gespräch mit den Schülern und Eltern, das ebenfalls der Einschätzung dient, ein Zeugnis mit Noten. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neuer Jugendwart will Nachwuchsarbeit ankurbeln
Der neue Jugendwart der Feuerwehr Buch ab Buchrain will die Nachwuchsarbeit ankurbeln. Aktuell zählt die Jugendgruppe nur fünf Mitglieder.
Neuer Jugendwart will Nachwuchsarbeit ankurbeln
Verkaufsoffene Sonntage: Marktrat fällt heikle Entscheidung
Eine heikle Entscheidung hat der Wartenberger Marktrat bezüglich seiner beiden verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage getroffen. Droht jetzt ein Verbot der beiden Tage?
Verkaufsoffene Sonntage: Marktrat fällt heikle Entscheidung
Entführung am Flughafen München: 39-jährige Oma will mit ihrem Enkel (1) in die USA abhauen
Die Bundespolizei staunt nicht schlecht. Eine Großmutter versuchte mit ihrem Enkel nach Atlanta zu türmen. Dessen Mutter (15) wollte wohl gar nicht mit. Der italienische …
Entführung am Flughafen München: 39-jährige Oma will mit ihrem Enkel (1) in die USA abhauen
„Ich finde überall etwas, das mir gut tut“
Kräuter liegen im Trend. Warum ist das so? Wir sprachen mit der Dorfener Kräuterpädagogin Claudia Bauer über Heilpflanzen, Sammel-Tipps und Superfoods.
„Ich finde überall etwas, das mir gut tut“

Kommentare