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Hunderte Gläubige haben in zwei Festgottesdiensten das Patrozinium der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und den Ehrentag der Gottesmutter gefeiert. 

Mariä Himmelfahrt in Tading 

„Ein Osterfest im Sommer“

Mit zwei Festgottesdiensten am Vormittag und einem großen Fest im Wirtsgarten feierte ganz Tading mit tausenden Gästen am Dienstag das Patrozinium der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und den Ehrentag der Gottesmutter.

Tading„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Mit diesen Zeilen aus dem bekannten Hermann-Hesse-Gedicht „Stufen“ begann Pfarrer Christoph Stürzer am Dienstagvormittag seine Predigt zum Frauentag und zum Patrozinium der Tadinger Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Es war schon der zweite Gottesdienst an diesem großen Festtag, der unzählige Besucher in das kleine Dorf strömen ließ.

Die Morgenmesse um 8 Uhr hatten Kinder- und Jugendchöre des Pfarrverbands Maria Tading musikalisch gestaltet. Vormittags sang dann der Kirchenchor, begleitet von einem Instrumentalensemble mit den Gläubigen, die teils draußen am Gottesdienst teilnahmen, so voll war die Kirche.

Pfarrer Stürzer sagte in seiner Predigt, dass der Zauber von Mariä Himmelfahrt nicht auf einen Anfang, sondern auf ein Ziel gerichtet sei, „das Hochfest der feierlichen Aufnahme in den Himmel“. Dieser kirchliche Festtag „entrückt uns dem alltäglichen Getriebe, ohne die Bodenhaftung zu verlieren“. Am Beispiel Marias erlebe man, wie vielfältig und herausfordernd das Leben sei. Die Gottesmutter habe es mit einer „ungetrübten und realistischen Sicht“ angenommen. Sie habe nicht gewusst, „was alles auf sie zukommen wird“ und habe bis zuletzt das Leben ihres Sohnes mitgetragen – auch als es für sie schwierig und leidvoll geworden sei. Die Gottesmutter sei dem Leben nicht ausgewichen und nicht daran zerbrochen.

Nach den kirchlichen Feiern genossen die vielen Festgäste in Tading die entspannte und gesellige Biergartenstimmung im idyllischen Garten der Metzgerei Wohlmuth.

Selbst wenn das Irdische die Menschen manchmal niederdrücke und klein halte, sei man dazu aufgerufen, sein Haupt zu erheben, im Gedenken an die Gottesmutter „einen Blick hinein in den Himmel zu wagen“, sagte Stürzer. Man begehe eine der ältesten Marienfeiern, „ein Osterfest im Sommer“. Diese Osterhoffnung habe sich in Maria erfüllt und erfülle die Gläubigen mit Vorfreude.

Viele fleißige Hände hatten den Frauentag vorbereitet. 800 fein duftende Kräuterbuschen aus verschiedenen Heilpflanzen und Blumen hatten die Damen vom Katholischen Frauenbund für das Großereignis gebunden. Die geweihten Sträußchen konnte man vor und nach den Gottesdiensten zu je zwei Euro erwerben. Der Erlös wird einem sozialen Zweck gespendet.

Nach der Kirche ging’s an diesem traumhaft schönen Sommertag ins Wirthaus von Tading und in den Garten der Metzgerei Wohlmuth zum geselligen Verweilen. Mit einer Marienandacht und anschließender Lichterprozession klang der Festtag am Abend aus.

Vroni Vogel

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