Unterricht per Internet: Tanja Sedlmair aus der Erweiterten Schulleitung bei der Arbeit.
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Unterricht per Internet: Tanja Sedlmair aus der Erweiterten Schulleitung bei der Arbeit.

So ist die Grund- und Mittelschule Forstern am Mittwoch in den Lockdown gestartet

Mit Morgenrunde und Arbeitsaufträgen

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Distanzlernen oder Distanzunterricht? Die Schüler der Grund- und Mittelschule Forstern haben täglich Online-Unterricht über die Plattform „Teams“.

Forstern – Schulleiterin Annett Taubert berichtet von einem Anruf einer Mutter am Mittwochmorgen, 16. Dezember, dem ersten Tag des harten Lockdowns: „Danke, dass ihr das so toll für die Kinder organisiert. Da seid ihr vielen anderen Schulen voraus. Meine Tochter weiß genau, wie der Tag abläuft und sieht schon morgen ihren Lehrer. Toll“, habe sie die Schule Fostern gelobt. Dort bekommen einer Pressemitteilung zufolge die Kinder jeden Tag aktive Unterstützung für die zu erledigenden Aufgaben.

Das Schulentwicklungsteam habe bereits im Oktober ein Konzept für einen Wechsel- und für einen Distanzunterricht erarbeitet. Dieses sei mit den Kollegen gemeinsam in der Online-Lehrerkonferenz abgestimmt worden. Für die Lehrkräfte habe es mehrere schulinterne Fortbildungen ebenfalls online über die Handhabung der Plattform „Teams“ gegeben. Alle Schüler hätten seit September einen eigenen Account, über den sie sich dort einwählen können. Bereits während der letzten Schulwochen hätten die Kinder immer wieder auch im Unterricht mit der Plattform gearbeitet, sodass ihnen der Umgang mit dem Portal vertraut sei. „So gab es heute beim Start des Distanzlernens keine Probleme“, freute sich Taubert am Mittwoch.

Per „Teams“ in den virtuellen Klassenraum

Am Morgen gebe es einen Kick-off oder eine Morgenrunde, in welcher die Lehrkraft mit den Kindern den Tag bespricht. In der neunten Klasse, der Abschlussklasse, finde Online-Unterricht statt. Dazu saß stellvertretender Schulleiter Andreas Preuschl mit dem Tablet im Klassenzimmer und schaltete alle Schüler über „Teams“ in den virtuellen Klassenraum. In Deutsch standen eine Inhaltsangabe und in Mathe die Berechnung von Vielecken auf dem Stundenplan. Preuschl erklärte den Schülern an der Tafel das Vorgehen und besprach die Arbeitsaufträge, im Anschluss bearbeiteten die Jugendlichen diese allein. Um 10.30 Uhr gab es dann die digitale Ergebnisbesprechung, wobei auch Fragen gestellt werden konnten und Preuschl Tipps gab. „Alles funktionierte reibungslos. Der Unterschied zum normalen Unterricht war, dass es laut Aussage des Kollegen heute sehr ruhig im Klassenzimmer war“, berichtet Taubert augenzwinkernd.

Grundschule: Jeden Morgen wird der Tagesplan hochgeladen

Die anderen Kolleginnen und Kollegen der Schule würden ähnlich arbeiten. In der Grundschule hätten die Kinder schon vorab die Arbeitsblätter mit nach Hause bekommen, damit sie nicht alles erst ausdrucken müssen. Jeden Morgen werde der Tagesplan hochgeladen und mit den Kindern in der Morgenrunde besprochen.

Am Vormittag könnten die Mädchen und Buben ins „Offene Klassenzimmer“ kommen und sich dort austauschen. Die Grundschulkinder freuten sich besonders auf die morgendliche adventliche Vorleserunde über „Teams“, die es täglich geben werde.

Es gelinge gut, mit allen Schülern in Kontakt zu bleiben und sie nicht bei der Bearbeitung der Aufgaben auf sich alleine gestellt seien, freute sich Taubert. „So verlieren wir keine wertvolle Unterrichtszeit.“  

vam

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