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„Irgendwo führt jede Reise hin“: Schulleiterin Annett Taubert (l.) verabschiedete die 15 Absolventen, von denen neun den Quali geschafft haben. Der Spatzenchor umrahmte die Feier musikalisch – und beim Countdown am Ende schwebten wieder Ballons von der Decke.

Abschlussfeier an der Mittelschule Forstern

Schulleiterin Taubert: „Egal, wo ihr auch landet, es hat alles einen Sinn“

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An der Mittelschule Forstern wurde die Abschlussklasse verabschiedet. Schulleiterin Annett Taubert griff dazu einen aktuellen Pop-Song auf.

Forstern– „So fängt das Neue nach dem Alten an. Wir sind auf der Reise, und irgendwann kommen wir an“: Mit dem aktuellen Hit „Die Reise“ von Max Giesinger startete am Donnerstagabend die Abschlussfeier an der Mittelschule Forstern. „Das passt ganz gut, denn ihr wollt heute etwas Altes feiern, habt aber auch schon was Neues im Gepäck“, sagte Schulleiterin Annett Taubert zu den Absolventen, die – manche in schicker Abendrobe, andere in Tracht – mit ihren Familien zur Feier in die Aula gekommen waren.

Einige Wochen hätten die jungen Leute jetzt noch Zeit, bevor es für sie weitergehe. Ein Absolvent wolle Lackierer werden, ein anderer Feuerwehrautos bauen, einige besuchten die Vorbereitungsklasse („9+2“) in Finsing: „Jeder von euch hat einen Plan, wie die Reise weitergeht“, sagte Taubert, die den jungen Leuten Enthusiasmus und Mut wünschte, aber auch freundliche Ausbilder, nette Mitschüler und ein Quäntchen Glück, um die Reise erfolgreich zu beenden.

Mittelschule Forstern: „Irgendwo führt jede Reise hin.“

Taubert dankte auch den Reiseführern – den Lehrern, allen voran Klassenleiterin Monika Obermeyer. Dank gebühre zudem den Reisebegleitern – Eltern, Geschwistern und anderen lieben Menschen, die die Schüler unterstützt hätten. „Wir stolpern und fallen und ziehen uns wieder rauf“, singt Max Giesinger. Und auch im Leben der Absolventen werde es Stolpersteine geben, manchmal falle man hin. „Aber das ist kein Grund, nicht wieder aufzustehen und weiterzumachen“, sagte Taubert, die ihre Ansprache mit einer weiteren Liedzeile schloss: „Egal, wo ihr auch landet, es hat alles einen Sinn. Irgendwo führt jede Reise hin.“

Bürgermeister Els: „Setzt euch an jedem Tag für die Zukunft ein“

Forsterns Bürgermeister und Vorsitzender des Schulverbands, Georg Els, machte es kurz in seinem Grußwort. Er wünschte den Jugendlichen angesichts der aktuellen Fridays-for-Future-Aktionen, dass sie sich an jedem Tag für eine „liebens- und lebenswerte Zukunft“ einsetzen – nicht nur freitags.

Und Klassenleiterin Obermeyer gratulierte in Form einer Fabel. Junge Tiere – ängstliche Strauße, jammernde Schakale, fleißige Ameisen und selbstbewusste Löwen – hatten darin einen Berg zu erklimmen und eine Aufgabe zu lösen, ein Symbol für den Schulabschluss, den letztlich alle geschafft haben.

Mittelschule Forstern: Die besten drei Absolventen

Neben dem Zeugnis gab es für die drei besten Absolventen, alle aus Forstern, auch ein kleines Präsent des Schulverbands. Florian Huber hat eine 2,0 im Zeugnis stehen – und will jetzt weiter die Schulbank drücken: Er besucht die Vorbereitungsklasse in Finsing und möchte danach Feinwerkmechaniker werden. Dazu ist er über ein Praktikum gekommen, „und auch mein Vater arbeitet in diesem Beruf“, erzählte der 14-Jährige.

Die besten drei Absolventen der Mittelschule Forstern kommen heuer alle aus Forstern (v. l.): Elem Celik, Florian Huber und Zsanett Balo. 

Zsanett Balo (2,3) wird nach den Ferien eine Ausbildung zur Bürokauffrau in einer Spedition in Forstinning beginnen. Auch die 16-Jährige ist über ein Praktikum zu diesem Beruf gekommen – und über ihren Papa, der Lkw fährt und somit beruflich auch mit Speditionskaufleuten zu tun hat.

Elem Celik (2,5) geht ebenfalls weiter zur Schule – auch in die Vorbereitungsklasse in Finsing. Was sie danach machen will, weiß auch die 15-Jährige schon ganz genau; „Ich möchte Sozialversicherungsfachangestellte werden.“ 

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