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Außergewöhnliche Leinwand: Mr. Woodland hat den Übungsbus der Feuerwehr Forstern besprayt. 

Mr. Woodland: Kunst im Gewerbegebiet

Ausgebrannter Bus als Leinwand

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Ein echter Mr. Woodland ziert den Übungsbus der Feuerwehr Forstern im dortigen Gewerbegebiet.

Daniel Westermeier aus Walpertskirchen hatte diese besondere Leinwand zufällig entdeckt und angefragt, ob er sie besprayen darf. Kommandant Rainer Streu gab sein Okay dafür. Bei Temperaturen um null Grad hatte Westermeier den Bus, der vorigen April mutwillig angezündet worden war, auf eigene Kosten verziert. 

Das Bild stellt einen Sprayer dar, der quasi den Bus besprüht. Normalerweise male er nur Figuren, „aber aufgrund der Fläche und der Umgebung hat sich ein klassischer Graffiti-Schriftzug angeboten“, sagt Mr. Woodland. Zu lesen ist das Wort „foresd“ – eine Abwandlung des englischen Begriffs „forest“ (Wald) und Synonym zum Künstlernamen Mr. Woodland. „Die Schrift ist absichtlich in Rot und Schwarz, um das Verbrannte am Bus aufzunehmen. Sie soll glühend wirken“, beschreibt Westermeier sein Werk. 

Eingefasst ist es in schwarze Rauchwolken, die ebenfalls zum verbrannten Aussehen des Fahrzeugs passen. „Mir ging es dabei vor allem um die Stimmung und die Atmosphäre, die dieser alte, kaputte Bus mit sich bringt“, sagt Westermeier, der schon den nächsten Coup plant: das Streetart-Festival „Artding“, zu dessen Finanzierung demnächst eine Entscheidung fallen soll. Westermeier will dafür mehrere Künstler von Weltrang nach Erding holen, die im Stadtgebiet großformatige Bilder malen sollen. 

Wer das Woodland-Werk in Forstern sehen will, sollte sich beeilen. „Wenn es das Wetter zulässt, werden im März noch zwei Übungen stattfinden. Danach wird der Bus verschrottet“, berichtet Streu.

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