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Die Kindergartenkinder gestalteten den Festgottesdienst auch musikalisch mit.

50 Jahre St. Korbinian

„Mutter und Vater der Kindergärten“

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Forstern - Seit 50 Jahren werden im Kindergarten St. Korbinian in Forstern die kleinsten Bürger betreut. Ein Jubiläum, das am Sonntag groß gefeiert wurde.

Der erste Kindergarten unter kirchlicher Leitung in der Region hat am Sonntag runden Geburtstag gefeiert: Der Forsterner Pfarrkindergarten St. Korbinian besteht seit 50 Jahren. Das einst „aufsehenerregende Pilotprojekt“, wie Bürgermeister Georg Els die Einrichtung kürzlich bezeichnet hat, ist zur festen Institution geworden.

Zum Jubiläum hatten sich die Leiterinnen Rosina Winkler und Christa Grünewald mit ihrem Team einen Festtag für die ganze Familie ausgedacht. „Unser Jubiläum war Anlass für viele Recherchen und Gespräche“, blickte Winkler auf die Vorbereitungszeit zurück. Immerhin gebe es in Forstern Familien, die bereits in der dritten Generation den Kindergarten am Franz-Jaksch-Weg besuchen – von der Oma bis zum Enkel. Besonders interessant sei dabei gewesen, woran sich die Menschen erinnern, wenn sie an den Kindergarten zurückdenken – an Streiche und Heimlichkeiten etwa. „Sehr berührt hat mich aber, dass sich viele noch gut erinnern können, mit wem sie gespielt haben“, erzählte Winkler, die die Einrichtung seit 30 Jahren leitet.

Schon 1966 sei der Kindergarten ein Ort der Begegnung gewesen, und das soll er auch bleiben. Ein Ort, an dem Kontakte entstehen, die noch lange als Freundschaften weiterleben. Und so wurde auch der Festgottesdienst mit Pfarrer Josef Kriechbaumer und Gemeindereferentin Manuela Steck unter das Motto „In Freundschaft miteinander verbunden“ gestellt. Die Kindergartenkinder durften dabei fleißig mitwirken, indem sie zum Beispiel Fürbitten vortrugen, mit Konrad Huber sangen oder kleine, bunte Pappmännchen rund um das Logo des Kindergartens klebten.

Symbolisch wurden so Bänder geknüpft, wobei jede Farbe eine eigene Bedeutung hatte: Rot stand für Freundschaft und Zuneigung, Blau für Treue, Grün für Hoffnung und Zuversicht, Gelb für Freude und Gemeinschaft, Lila für Umkehr und Vergebung. Passend dazu hatten die Kindergärtnerinnen für jeden Besucher ein buntes Freundschaftsbändchen geflochten.

Wer noch mehr Erinnerung an 50 Jahre Pfarrkindergarten St. Korbinian mit nach Hause nehmen wollte, der konnte das mit der umfangreichen Festschrift tun, die Winkler und ihr Team eigens gestaltet hatten. Neben der Chronik befinden sich darin auch Lieder, Spiele, Gedichte, Gebete und Bastelanleitungen aus den vergangenen fünf Jahrzehnten sowie als Highlight eine CD, auf der die Kindergartenkinder zu hören sind.

„Das Wohl der uns anvertrauten Kinder liegt uns sehr am Herzen“, sagte der kirchliche Kindergartenbeauftragte Anton Grill. Das vom damaligen Pfarrer Korbinian Riedmaier ins Leben gerufene Projekt habe eine enorme Bedeutung für die Gemeinden im Umkreis. Erst in den Jahren danach seien weitere Einrichtungen entstanden. „Insofern ist unser Pfarrkindergarten die Mutter und der Vater der Kindergärten in unserem Pfarrverband“, sagte Grill. Bürgermeister Els nannte es schlicht den gesunden Menschenverstand, der federführend Pfarrer Riedmaier dazu inspiriert habe, die Eltern mit einer Kinderbetreuungseinrichtung zu unterstützen.

Nach dem Festgottesdienst ging die Feier noch lange weiter. Nach dem Mittagstisch standen am Nachmittag Spiele, Vorführungen der Kinder und das Sternschnuppe-Familienkonzert „Wir wollen alle in die Suppe“ auf dem Programm.

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