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Richard Scherer †

Nachruf Richard Scherer 

Trauer um einen allseits beliebten Kameraden

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Ein tragischer Unfall hat Richard Scherer mit 62 Jahren aus dem Leben gerissen. Der Forsterner ist vor einer Woche auf dem Münchner Autobahnring tödlich verunglückt.

Forstern– Scherer war lange Jahre Zweiter Kommandant und Gruppenführer bei der Feuerwehr Forstern. „Wir verlieren in ihm einen Mann, der mit Leib und Seele Feuerwehrler war“, sagt Kommandant Rainer Streu. 1973, im Alter von 18 Jahren, ist Scherer in die Feuerwehr Hohenlinden eingetreten. Elf Jahre später, nach seiner Hochzeit, zog er nach Forstern, wo er ebenfalls sofort aktives Mitglied der Feuerwehr wurde. 1987 absolvierte er den Lehrgang zum Gruppenführer in Regensburg. Rasante Jahre mit viel Arbeit kamen im Anschluss auf ihn zu. Der Neubau des Feuerwehrhauses, die Beschaffung neuer Löschfahrzeuge, der Ausbau des VW-Mannschaftsbusses sowie unzählige Einsätze kosteten viel Zeit und Einsatzbereitschaft.

Noch mehr Verantwortung übernahm Scherer im Jahr 1993, als er zum Zweiten Kommandanten der Truppe gewählt wurde. Ein Amt, das er bis 2005 mit Leidenschaft innehatte – bis er sich mit Weitsicht entschied, aufzuhören und für einen Jüngeren Platz zu machen. Denn eine gute Mischung aus Alt und Jung waren für ihn der Schlüssel zum Erfolg einer Feuerwehr.

Von 2005 an betreute Scherer die dritte Löschgruppe als verantwortlicher Gruppenführer. Er legte alle Stufen der Leistungsprüfung Löscheinsatz und Technische Hilfe ab. Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann in Forstern wurde von ihm auf die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ vorbereitet. Hier war er der verantwortliche Ausbilder.

„Bei all der Arbeit waren für ihn aber auch die Gemeinschaft und die Vereinspflege unverzichtbar“, sagt Streu. So organisierte Scherer Ausflüge zum Skifahren, stand bei Vereinsfesten in der Küche und würzte die Steckerlfische bei unzähligen Dorffesten.

Genauso aufgegangen ist Scherer in seiner Aufgabe als Sportlicher Leiter der Fußball-Damen beim FC Forstern. Mehr als 20 Jahre war er Mitglied im Sportverein, seit 2013 leitete er mit großem Engagement und großer Zuverlässigkeit die Abteilung der Fußball-Frauen. „Wir verlieren in ihm einen allseits anerkannten und beliebten Kameraden“, sagen die Sportler.

Seit Jahren war der zweifache Familienvater zudem für die Nachbarschaftshilfe aktiv: Als Fahrer war er für das Essen auf Rädern, den Forsterner Kochtopf, unterwegs. 

Andacht und Beisetzung

Die Rosenkranzandacht findet am Mittwoch, 8. November, um 19 Uhr in Tading statt. Der Trauergottesdienst ist am Tag darauf um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Tading mit anschließender Urnenbeisetzung in Forstern.

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