Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer

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Wo sich jetzt noch Erdhügel häufen, steht bald schon das neue Forsterner Feuerwehrhaus. Laut Bürgermeister Georg Els soll der Rohbau bis November winterfest sein. Rechts im Bild ist die Staatsstraße 2331, daneben die Tankstelle und im Hintergrund mittig ist die Kirche von Tading zu sehen. 

Neues Feuerwehrhaus in Forstern

Gemeinderat vergibt Millionen-Aufträge in 30 Minuten

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Der Neubau des Feuerwehrhauses in Forstern geht voran, der Gemeinderat hat keine Kosten gescheut und 14 Gewerke vergeben.

Forstern – Nach dem Spatenstich vor einem Monat hat der Forsterner Gemeinderat nun 14 Gewerke für den Neubau des Feuerwehrhauses wurden vergeben. In gerade einmal einer halben Stunde wurden so gut 1,9 Millionen Euro ausgegeben. Das Ingenieurbüro Räke hatte jeweils den geeignetsten Bieter ermittelt, der in allen Fällen auch der günstigste war.

Die Anzahl der eingegangenen Offerten sei gemischt gewesen, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG). „Für manches hatten wir gute Quoten, für anderes wiederum kaum Angebote“ – von den Blitzschutzarbeiten mit einem Bieter bis zum Gerüstbau mit zehn Interessenten. Für die Elektroanlagen sei erst in letzter Minute ein Angebot eingegangen – und das mit einer Kostenmehrung von 25 700 Euro im Vergleich zur Berechnung vom Juli.

„Insgesamt sind wir bei den Schätzungen im Mittel gut dabei“, meinte Els. Einige Gewerke seien teurer als geplant, andere wiederum lägen deutlich unter dem Ansatz. Die größte Kostenminderung gab es mit 30 300 Euro bei Verkehrswegen und Landschaftsbauarbeiten. Um einiges teurer kommt die Holzfassade – ein Plus von 42 600 Euro. Für Els waren diese Kostenschwankungen kein besonderer Ausreißer: „Eine Punktlandung hatten wir bei früheren Arbeiten auch schon nicht“, meinte er trocken.

Gravierender war das, was die Gemeinde bei den Gewerken Raumlufttechnik/Gebäudeautomation sowie Heizanlagen/zentrale Wassererwärmung an Angeboten erreichte. Beides war ebenfalls öffentlich ausgeschrieben worden, für beides wurde nur je ein Angebot abgegeben – und das lag beide Male weit über der Berechnung. „Die waren so überzogen, dass wir sie aufheben sollten“, erklärte Els. Das empfahl auch das Büro G-Tec und plädierte für eine nachfolgende beschränkte Ausschreibung. Dadurch sei zwar eine zeitliche Verzögerung von vier bis acht Wochen möglich, jedoch überwiege der Kostennachteil.

Das Angebot für Raumlufttechnik und Gebäudeautomation betrug fast 290 000 Euro – knapp 91 800 Euro (46,4 Prozent) mehr als im Juli berechnet. Für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmung betrug die Offerte 202 900 Euro – ein Plus von 71 700 Euro (54,6 Prozent). Angesichts dieser enormen Mehrungen hob das Gremium die Ausschreibung einstimmig auf. Nun wird beschränkt ausgeschrieben, wie auch derzeit für die Sanitäranlagen.

Auf Nachfrage von Erwin Nominacher (SPD) erklärte Geschäftsleiterin Christine Pettinger, dass abgesehen von den genannten drei Gewerken noch Dämmung/Brandschutz anstehe. Dieses Gewerk musste aufgrund eines Fehlers seitens des Bieters aufgehoben und neu ausgeschrieben werden. Dann fehlten noch Schließanlage, Spinde und Möblierung – „dann haben wir wirklich alles vergeben“, so Pettinger.

„Wir sind ganz gut in der Zeit“, sagte Els, auch wenn Herbert Berger (AWG) befand: „Das geht a bisserl zaach los auf der Baustelle.“ Nach Aussagen der bisher beteiligten Baufirmen könne das Zeitfenster aber gehalten werden, meinte Pettinger. Demnächst komme die Bodenplatte, die ersten Fertigteile seien fertig.

Für eine Prognose, wie die Gemeinde kostentechnisch da steht, wolle er die Auftragsvergaben im Oktober abwarten, sagte Els. „Dann können wir vergleichen, wie sich die Preise zwischen Kostenschätzung vor eineinhalb Jahren, Kostenberechnung im Juli und jetzt entwickelt haben.“ Der Rohbau soll bis November winterfest sein, damit der Innenausbau über den Winter erfolgen kann. Die Maler sollen ab April zur Tat schreiten.

Beim Blick auf die Postleitzahlen der beauftragten Firmen war Stefan Ganghofer (CSU) wenig begeistert. Zwar haben vor allem bayerische Unternehmen den Zuschlag bekommen, aber keine aus dem Landkreis, dafür drei aus Sachsen. „Dass keine Firmen aus der Region dabei sind, ist kein Novum“, sagte Els dazu. Einheimische könnten durchaus zum Zug kommen – aber dafür müssten sie eben auch ein Angebot abgeben.

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