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Weniger wuchtig, dafür umso lichtdurchfluteter ist das Rathaus im zweiten Entwurf.

Neubau von Rathaus und Hort

Luftig und lichtdurchflutet

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 Forstern – Weniger wuchtig, dafür mit mehr natürlichem Licht: Der aktuelle Entwurf für den Neubau von Rathaus und Hort gefällt dem Forsterner Gemeinderat.

Der Neubau von Rathaus und Hort in Forstern nimmt immer konkretere Züge an. Nachdem Architekt Florentin Messner im Juli seine Ideen vorgestellt hatte, präsentierte er nun im Gemeinderat einen neuen Entwurf, in den er die Wünsche des Gremiums eingearbeitet hat.

So wurde etwa im Rathaus das Besucher-WC vom Erdgeschoss in den Keller verlegt, im Hort ist der Werkraum ins Untergeschoss gewandert. Im Rathaus findet ebenerdig das Bürgerbüro mit allen zentralen Funktionen Platz. „Wichtig ist, dass wir einen großen, möglichst stützenfreien Raum für viele Nutzungen schaffen“, erklärte Messner. Im Hort wurde die Küche verlegt, zudem gibt es einen Spielflur und einen Therapieraum. Die genaue Aufteilung wird mit der Hortleitung und den Fachstellen im Landratsamt abgesprochen. Rathaus und Hort haben vom Dorfplatz her einen zentralen Zugang sowie einen Fluchtweg zum Franz-Jaksch-Weg.

Fraktionsräume

Relativ unverändert ist der erste Stock mit Büros um einen Ringflur, Teeküche und Besprechungsraum in der Mitte geblieben. Zudem gibt es dort noch freie Räume, sodass das Haus nicht ab dem ersten Tag voll belegt ist. Im Dachgeschoss finden nach wie vor der Sitzungssaal, Büros und Flächen zum Aufenthalt etwa für Hochzeitsgesellschaften Platz. Dem Traumzimmer könnte man eine Loggia nach Westen vorschalten, der Sitzungssaal bekommt eine große Fensterfront. Zudem gibt es ausreichend Stauraum und auch Zimmer für die Fraktionen, worauf Vizebürgermeister Sebastian Klinger (CSU) besonderen Wert legte. Außerdem hat sich die Gemeinde als Familienstützpunkt im Landkreis beworben, also als wohnortnahe Kontakt- und Anlaufstelle für Familien. Auch dafür wären Räume vorhanden, sagte Bürgermeister Georg Els (AWG).

„Die Flächen sind groß genug für andere Nutzungen. In diesem Fall bräuchte man aber ein zweites Treppenhaus“, erklärte Messner. Mit dem weiteren Fluchtweg sei man in Zukunft flexibler, falls man etwa den Sitzungssaal für größere Veranstaltungen nutzen wolle.

An seiner Idee, das gesamte Gebäude von einem Sockel einzurahmen, der beim Freibereich des Horts in eine gleich hohe Mauer übergeht, hielt Messner fest. Er reduzierte dessen Höhe jedoch auf 1,80 Meter, da dem Gremium der erste Vorschlag mit 2,50 Meter zu hoch war.

„Mehr Schwung“

Ebenfalls geblieben ist die Vision des über der Sockelzone fast schwebenden, verglasten Oberbaus. Hier hakte Franz Wintermayr (CSU) mit Blick auf die Kosten, die alles inklusive mit fünf Millionen Euro brutto im Rahmen der Schätzung liegen, ein: „Eine freitragende Decke mit Lichtband – rechtfertigt die Optik die hohen Kosten dafür?“ Es müsse nicht das gesamte Gebäude „auf Glas schweben“, warf Messner ein. Man könne in die Fassade Stützen integrieren, die mit verspiegelten Blenden nach außen die Optik des durchlaufenden Glasbands wahren.

Um die Kosten sorgte sich auch Anton Oskar (CSU): „Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist der Preis. Noch teurer könnten wir nicht bauen. Muss es so aufwändig sein?“ Ein Verwaltungsgebäude sei eben kein Einfamilienhaus, sagte Els und erinnerte an bisherige kommunale Gebäude wie die Kindergärten, die ebenfalls Millionensummen verschlungen hätten.

Neben den Kosten gefiel Wintermayr auch die Mauer um den Freibereich nicht. Sie lade zum Beschmieren ein. „Wenn man immer nur bedenkt, was alles kaputt gemacht werden kann, sollte man besser ein Fort mit Schießscharten bauen“, meinte Els süffisant dazu. Ihm gefiel der neue Entwurf gut, vor allem dass „das Haus mit viel natürlichem Licht durchflutet ist“. Auch Peter Feckl (AWG) sagte, das Konzept habe jetzt „mehr Schwung. Es ist kein Bollwerk mehr, sondern wesentlich ansprechender.“

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