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So sieht die erste Planung fürs neue Forsterner Feuerwehrhaus aus. Rechts angrenzend wird der Bauhof entstehen.

Neues Feuerwehrhaus in Forstern 

Viel Platz für Einsatzfahrzeuge und Aktive

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Das neue Gerätehaus in Forstern soll ein sachlicher, funktioneller Bau werden. Man rechnet mit Kosten von mindestens 3,2 Millionen Euro.

Forstern– Das neue Gerätehaus der Feuerwehr Forstern nimmt konkrete Züge an. Am Dienstag präsentierte Detlef Brücklmeier vom Planungsbüro kplan den Gemeinderäten die Planungen.

Zu Beginn stellte er klar, dass bei allen Überlegungen der funktionelle Ablauf der Feuerwehr im Vordergrund stehe. Deshalb gibt es eine getrennte Alarmaus- und -zufahrt. Der Eingang für die Aktiven führt vom Parkplatz in die Umkleide, die für 100 Einsatzkräfte ausgelegt ist – so viele hat die Wehr aktuell. Von dort geht’s in die Fahrzeughalle, die mit fünf Stellplätzen geplant wird. So viele sind laut Feuerwehrbedarfsplan nötig. Daneben entsteht eine Lagerhalle.

Der seitliche und hintere Bereich mit den Funktionsräumen ist zweigeschossig. Hier finden unter anderem Räume für Besprechungen, Einsatzzentrale, Jugend, Archiv und mehr Platz. Es wird kleine Werkstätten und einen 100 Quadratmeter großen Schulungsraum geben sowie zur Straße hin einen Freisitz.

Für die Fassade schlägt kplan eine „witterungsbeständige und pflegeleichte Holzkonstruktion“ mit vorgesetzter Wärmedämmung vor. Da sich einige Gemeinderäte an der vorbewitterten Holzfassade störten, soll das Büro Alternativen prüfen.

„Es ist ein relativ strenger, sachlicher Baukörper“, fasste Brücklmeier zusammen. In der gleichen Architektursprache soll weiter in Richtung Hirschbach auf 3500 Quadratmetern der Bauhof entstehen. Da es in erster Linie ums Feuerwehrhaus ging, wurden die Planungen dafür nur kurz angeschnitten. So berichtete Brücklmeier etwa, dass für einen Recyclinghof kein Platz mehr sei. Zudem sei beim Bauhof eine Waschhalle geplant, die auch die Feuerwehr nutzen soll.

Zu den Kosten hatte Brücklmeier zwei Schätzungen vorbereitet. Die erste geht von 3,378 Millionen Euro brutto aus – allerdings mit Einsparpotenzial. So wäre es möglich, auf eine Lüftungsanlage für den Bereitschaftsraum, auf die Brandmeldeanlage, Videoüberwachung und eine Einbruchmeldeanlage zu verzichten. Sparen könne man auch bei der Sicherheitsbeleuchtung und bei der Gebäudeautomation – Insgesamt wären gut 100 000 Euro möglich.

Bürgermeister Georg Els (AWG) bezeichnete die Skizze als „grundsoliden Plan“ und plädierte dafür, die Sparpotenziale zu nutzen. Bei der Brandmeldeanlage will er zunächst mit der Versicherungskammer klären, ob es Zuschüsse dafür gebe.

Peter Feckl (AWG) äußerte Bedenken ob der Größe und der Kosten. „Ich bin überzeugt, dass das zu groß dimensioniert ist“, sagte er mit Blick auf die fünf Stellplätze. Geschäftsleiterin Christine Pettinger erklärte, dass man sich an den Bedarfsplan mit den fünf ermittelten Plätzen halten müsse, wenn man die staatliche Förderung bekommen wolle – und das seien immerhin 315 000 Euro.

Max Reiser (AWG) kam vor allem das Obergeschoss „sehr pompös“ vor. Els meinte dazu, man habe die Räume nicht beliebig eingezeichnet. Der große Schulungsraum sei ebenso nötig wie ausreichend Platz für Unterlagen. „Es macht keinen Sinn, kleiner zu bauen und dann in ein paar Jahren schon wieder Sachen auszulagern“, sagte Els. Das Haus werde für mindestens 30 Jahre gebaut.

Einstimmig genehmigte das Gremium den Entwurf. Nun kann der Bebauungsplan angepackt und die Eingabeplanung fortgesetzt werden.

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