Neues Gewerbegebiet

Erste Weiche für Geschäftszentrum gestellt

Forstern – Zwei Discounter und einen Drogeriemarkt wird das neue Gewerbegebiet in Forstern beherbergen. Zudem sollen dort Feuerwehrhaus und Bauhof entstehen.

Die erste Weiche für ein Geschäftszentrum, bestehend aus Einzelhandelsmärkten in Nähe der Forsterner Tankstelle ist gestellt. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend holte Bürgermeister Georg Els (AWG) dazu das Meinungsbild des Ratsgremiums ein, das dem Projekt positiv gegenüberstand.

Investor Manfred Singer von der Firmengruppe msg-singer stellte die Grundzüge vor. Auf dem Areal könnte ein Edeka-Vollsortimenter (1200 Quadratmeter Verkaufsfläche) mit Getränkemarkt im gleichen Gebäude (400 Quadratmeter), ein Penny-Discounter (800 Quadratmeter) und ein Drogeriemarkt entstehen. Wie Singer weiter ausführte, habe hier Rossmann Interesse bekundet. Falls diese Einkaufsmärkte angesiedelt würden, sei die Versorgung in Forstern auf 30 Jahre gesichert. Es seien 168 Parkplätze sowie zwei Ausfahrten vorgesehen.

Die Bündelung der Nahversorgung an einem Standort mit breitgefächertem Angebot sei auch eine Alternative zum Online-Handel. „Deshalb brauchen wir die dezentralen Märkte“, argumentierte Singer, weil sie im Gegensatz zum Shopping per Mausklick ein echtes „Einkauferlebnis“ bereit hielten.

Els verwies auf die gebündelte Kaufkraft, die man in der Gemeinde halten könne. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Baukörper eine große Fläche einnehmen würden, so dass die Gestaltung mit integrierter Grünordnung umso wichtiger sei. Man müsse sich „intensiv damit befassen, damit es architektonisch ansprechend ist“. Das war auch ein Anliegen von Gemeinderat Peter Feckl (AWG).

Herbert Berger (AWG) hakte nach, was das Projekt für die ortsansässigen Läden wie Bäcker und Metzgerei bedeuten würde und vermutete, dass das für sie eine „Katastrophe“ wäre. Singer erwiderte, dass die Märkte einen Metzger nicht ersetzen könnten. Im Edeka-Markt könne eine ortsansässige Bäckerei integriert werden, Penny sehe keinen eigenen Backshop vor. Rosa Lehrer (AWG) begrüßte es, dass mit dem Projekt die Einkaufsmöglichkeit in den Ort geholt wird.

Els fasste die Diskussionsbeiträge zusammen. Ein Geschäftszentrum im Ort werde mittel- bis langfristig als „Vorteil für die Gemeinde Forstern“ gesehen. Ein Großteil des Gebiets sei in Gemeindehand, ein kleinerer Teil in Privatbesitz.

Im Gremium wollte man wissen, was mit dem Edeka-Markt am Ortsrand geschehe. Wie der Geschäftsvertreter erläuterte, könne der Vermieter nach Auflösung des Mietvertrags frei über die Fläche verfügen. Wie das Gelände später genutzt werde, darüber war in der Gemeinderatssitzung noch nichts zu erfahren.

Zwischen der Tankstelle und dem Geschäftszentrum will man das neue Feuerwehrhaus an der Staatsstraße ansiedeln. In der Sitzung wurde darüber debattiert, ob man auf der dahinter liegenden Fläche auch den Bauhof und weitere kommunale Einrichtungen wie den Recyclinghof ansiedeln soll. Beide Gebäude könnte man mit einer Heizung versorgen. Mehrheitlich war der Gemeinderat für diese Lösung, zumal sich die Zufahrtssituation hinter dem Feuerwehrhaus für eine andere Nutzung kompliziert darstelle.

Vroni Vogel

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