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Rauschhafte Hymne an die Gottesmutter: Der Konzertchor des Singkreises Forstern unter der Leitung von Konrad Huber (l.) überzeugte mit Bachs „Magnificat“. 

Neujahrskonzert

Jubilierender Lobgesang

Unter der Leitung von Konrad Huber begrüßte der große Konzertchor des Singkreises Forstern mit Bachs „Magnificat“ das neue Jahr. Die packende Inszenierung begeisterte das Publikum.

Forstern Jubilierender Lobgesang zu Ehren Marias und ein funkelndes Feuerwerk: In der voll besetzten Forsterner Turnhalle wurde das neue Jahr mit festlicher Musik von Johann Sebastian Bach begrüßt. Unter der Gesamtleitung von Konrad Huber führte der große Konzertchor des Singkreises Forstern mit Orchester Bachs „Magnificat“ auf, das untrennbar mit dem Marienkult verbunden ist.

Gesangssolisten waren Silke Harbauer und Lisa Eisenreich (beide Sopran), Ida Wallen (Alt), Harald Thum (Tenor) und Christian Jäger (Bass). Der Barockkomponist hatte das Werk für die Weihnachtsvesper im Jahr 1723 in Es-Dur geschrieben. Seine zweite um 1730 entstandene wesentlich bekanntere Fassung, die auch in Forstern zu hören war, transponierte Bach nach D-Dur.

Die packende Wirkung des Stücks entfaltete sich nicht zuletzt durch die prägnante Kürze der Chorsätze, die Bach eindrucksvoll verdichtete. Diese kompositorische Komprimiertheit setzten die Mitwirkenden in der kompakten Inszenierung um. Schnelle nahezu ineinanderübergehende Wechsel zwischen Chor- und Sologesang sowie volltönende Orchesterklänge schufen eine geschlossene Gesamtheit. Da wurde ein Fest der Freude gefeiert, brach sich jubelnde Begeisterung Bahn eine rauschhafte Hymne an die Gottesmutter.

Auch bezaubernd zarte Passagen, dramatische Steigerungen und ekstatische Wendungen bestimmten das abwechslungsreiche Musikgeschehen. Am Beginn des Konzertes stand mit einer Bach-Suite ein reines Instrumentalwerk, das die berühmte „Air“ enthält – eine ätherisch schwebende, gesangliche Komposition sowie mit Gavotte, Bourree und Gigue markante Tanzsätze.

Bachs wunderbare Musik verwandelte die nüchterne Turnhalle in einen prunkvollen Festsaal. Zudem war der große Raum mit geschickt gedämpfter Beleuchtung, effektvoll in Szene gesetzten Lichterketten an den Wänden, sacht flackernden Teelichtern in Gläsern und weihnachtlicher Dekoration liebevoll geschmückt worden. Ein Schriftzug, der Bachs „Magnificat“ ankündigte und auf dem schwarz abgehängten Bühnenhintergrund in luftiger Höhe angebracht war, leuchtete über den Mitwirkenden. Nach dem Konzert wurde das taufrische 2018 auch noch mit einem Feuerwerk begrüßt.

von Vroni Vogel

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