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Mit den im Oktober 2014 angeschafften neuen Fahrzeugen HLF 20 und Kommandowagen (unser Bild entstand bei der Weihe) ist der Fahrzeugpark der Forsterner Feuerwehr jetzt auf dem optimalen Stand.

Feuerwehr Forstern

Die Ortsdurchfahrt gibt den Takt vor

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Forstern - Die Feuerwehr Forstern ist personell gut aufgestellt. Auch der Fuhrpark ist für die aktuellen Anforderungen ausreichend. Das ergab die Bedarfsplanung von Kreisbrandinspektor Lorenz Huber.

Im Forsterner Gemeindegebiet gibt es eigentlich nur einen Brennpunkt, der der Feuerwehr vor Ort Sorgen bereiten könnte: die Staatsstraße 2331. Über den drei Kilometer langen Abschnitt durch Forstern rauschen täglich 11 200 Autos und 1100 Lastwagen. „Was hier durch den Ort fährt, ist vergleichbar mit dem Verkehr auf der FTO“, berichtete Lorenz Huber in der Gemeinderatssitzung und stellte klar: „Davon wird die Feuerwehr vor Ort bestimmt.“

Zu diesem Ergebnis kommt der Kreisbrandinspektor in der Bedarfsplanung, die er im Auftrag der Gemeinde erstellt hat. Ihr zugrunde liegen Daten wie Einwohnerzahl, Flächennutzung und Gewerbebetriebe. Außerdem hat Huber den Durchschnitt der Forsterner Einsatzzahlen aus den vergangenen fünf Jahren errechnet. Pro Jahr sind die Aktiven demnach zu sechs Bränden und 43 Technischen Hilfeleistungen ausgerückt. Die First Responder waren 107 Mal im Einsatz.

Knackpunkt ist jedoch die Verkehrsbelastung durch die Ortsdurchfahrt. Deswegen wurde dieser Bereich beim Punkt technische Gefahren in der zweithöchsten Gefährdungsklasse, der Klasse 4 von 5, eingestuft. „Ausdrücklich weise ich aber darauf hin, dass das nicht der Bebauung, sondern dem Verkehr geschuldet ist“, so der Experte.

Gute Nachrichten hatte Huber in Sachen Hilfsfrist: „Das gesamte Gemeindegebiet hat Vollabdeckung durch die Feuerwehr, auch vom Standort des neuen Feuerwehrhauses aus.“ Es gebe „keinen schwarzen Fleck, an dem die Feuerwehr nicht in zehn Minuten sein kann“. Auch die Nachbarwehren aus Hohenlinden, Pastetten, Reithofen-Harthofen und Forstinning könnten in der zehnminütigen Frist anrücken, weitere Wehren seien innerhalb von maximal 20 Minuten vor Ort.

Genügend Aktive für den Ernstfall hat die Forsterner Wehr. Kommandant Rainer Streu kann auf 88 Feuerwehrler zurückgreifen. „Das ist extrem personalstark“, lobte Huber. Die Ausrückestärke sei mit 16 (wochentags, 6 bis 17 Uhr) beziehungsweise 24 Aktiven (wochentags, 17 bis 6 Uhr) sehr hoch. Und der Nachwuchs steht mit 14 Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren ebenfalls parat.

Nichts zu meckern gibt es auch bei den Fahrzeugen: „Der Ist-Bestand ist genau das, was wir in Forstern brauchen“, erklärte Huber. Lediglich ein Boot für Wasserrettungen wäre langfristig denkbar. Immerhin gebe es einige Kiesweiher, auch wenn die zum großen Teil auf Pastettener Flur lägen. Hier will man sich Gedanken machen, sagte Bürgermeister Georg Els (AWG). Erste Schritte zur Ausstattung mit dem nötigen Equipment für Wasserrettungen – Anzüge, Schwimmwesten und Leinen beispielsweise – unternehme man gerade.

Das Hilfelöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 und der Kommandowagen sind Baujahr 2014, das Mehrzweckfahrzeug stammt aus dem Jahr 2008. Nur das 25 Jahre alte TLF 16/25 könnte ausgetauscht werden. Huber rät jedoch dazu, damit zu warten. Man könne noch nicht absehen, wie sich der Verkehr nach dem Weiterbau der A 94 entwickelt. Zudem gebe es ständig neue Normen, und es sei offen, welche Entscheidungen die Nachbargemeinden bezüglich ihrer Fahrzeuge treffen – beispielsweise Pastetten. Denn da dort ein externes Ingenieurbüro die Bedarfsplanung erstellt, habe die Kreisbrandinspektion keinen Einblick.

Nicht zuletzt empfahl Huber, erst über eine Ersatzbeschaffung nachzudenken, wenn das neue Gerätehaus steht. Dann soll auch die Bedarfsplanung aktualisiert werden. „Die Planung zeigt, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und auch mit unserer Personalpolitik genau richtig liegen“, fasste Els zusammen. Auch Franz-Josef Obermaier (AWG) nannte es „sehr beruhigend“, dass die Feuerwehr derart gut aufgestellt ist.

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