Gemeinderat Forstern

Ortskern: Neuer Anlauf für Fördergelder

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Forstern - Die Kommune  möchte für die Ortskernsanierung in den Genuss der Städtebauförderung kommen. Dafür wurde ein Antrag gestellt, der jetzt jedoch geändert werden muss.

Forstern – „Die Oberste Baubehörde, die den Antrag bearbeitet, hat moniert, dass wir darin lediglich die Voruntersuchung 2016 aufgenommen haben“, erklärte Bürgermeister Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung. Das habe man nach vorheriger Rücksprache mit einem Sachbearbeiter der Regierung von Oberbayern so gemacht, da erst aus dieser Voruntersuchung die Kosten und ein Maßnahmenplan für die Folgejahre resultieren. „Die Oberste Baubehörde möchte nun jedoch einen Maßnahmenplan und eine Benennung von Kosten für die Jahre 2017 bis 2019 beigefügt haben“, berichtete Geschäftsleiterin Christine Pettinger. Also hat man Kosten und Ablauf lediglich grob geschätzt.

Für 2017 sind demnach der Abriss des Wörlsaals, die Räumung des Geländes und der Bau des Platzes für 250 000 Euro vorgesehen. Im Folgejahr ist dessen Fertigstellung für 150 000 Euro geplant, nochmals 200 000 Euro sollen 2019 in die Sanierung des Areals Ortsmitte fließen. Bei rund 57 000 Euro liegen die angemeldeten Kosten für 2016. Darin soll der Schwerpunkt auf den vorbereitenden Untersuchungen liegen, bevor in den Folgejahren die Errichtung des neuen Dorfzentrums mit Dorfplatz in den Mittelpunkt rückt.

In den Beschluss wurde zudem der Passus aufgenommen, dass dem Gremium bewusst ist, „dass die oben genannten Kosten anfallen werden und nur teilweise förderfähig sind“. Die Restmittel müssen von der Gemeinde erbracht werden. Weiter heißt es: „Eine Durchführung der Maßnahmen ist jedoch nur möglich, wenn eine Förderung erfolgt.“

Der Gemeinderat stimmte der geänderten Bedarfsmitteilung zu. Herbert Berger (AWG) stellte jedoch die Frage, ob es einen plausiblen Grund gebe, warum der Wörlsaal noch bis 2017 stehen muss. Er gehöre schon lange abgerissen, und diese Arbeiten alleine kosteten nicht die Welt. Man müsse die Maßnahme als Ganzes betrachten, erklärte Pettinger. Nur so könne die Kommune in den Genuss einer Förderung kommen. Außerdem gebe es dort den Verdacht auf Bodendenkmäler, weshalb man das Gelände von Archäologen untersuchen lassen müsse.

„Wenn der Gemeinderat nächstes Jahr entscheiden sollte, dass er den Anblick des Wörlsaals nicht mehr ertragen kann, und dafür den Förderverlust in Kauf nimmt, habe ich damit kein Problem“, antwortete Els. Allerdings, gab Pettinger zu bedenken, würden Abriss und Platz mit 30 bis 40 Prozent gefördert – und das sei eine nicht unerhebliche Summe.   vam

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