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Hier entsteht die neue Ortsmitte. Wörlareal und Container des Kinderhorts müssen dafür weichen.

Gemeinderat

Forsterns Pfarrheim bekommt Saal mit 200 Plätzen

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Forstern - Es geht voran in der Forsterner Ortsmitte. Die Planungen der Kirche sind so gut wie abgeschlossen. In der Gemeinderatssitzung stellte Architekt Thomas Neumann in erster Linie die Entwürfe für den Pfarrsaal vor.

Neumann erinnerte an den Architektenwettbewerb, bei dem sein Entwurf 2012 gewonnen hatte. Demnach sollen im Bereich des Wörl-Areals das Pfarrzentrum mit Saal und Pfarrhaus sowie die Rathauserweiterung samt Hort und Dorfplatz entstehen. „Diese Grundkonstellation ist geblieben“, berichtete Neumann. Insgesamt will man das Zentrum möglichst harmonisch ins Ortsbild einbinden. Der großzügige Dorfplatz mit Baum ist das wesentliche Element. Zwischen den Gebäuden sollen Fußwege Verbindungen schaffen.

„Beim Pfarrheim haben wir Wünsche der Pfarrei aufgegriffen“, berichtete Neumann. So wird sich ein überdachter Eingangsbereich zum Dorfplatz hin öffnen. Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit und kann auch Lasten transportieren. Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Pfarrsaal eine Küche sowie ein Chor- und ein Gruppenraum, die man zu einem 60 Quadratmeter großen Zimmer verbinden kann. Die jungen Leute bekommen ihren Raum im Untergeschoss mit separatem Zugang von der Südseite, was beim Gremium gut ankam.

Im Keller wird zudem ein Sanitärbereich eingerichtet, der groß genug für Veranstaltungen mit gut 200 Gästen ist. Stuhllager, Garderobe und Flächen für Haustechnik finden ebenfalls Platz. Im Obergeschoss sind zwei Räume à 30 Quadratmeter, ein kleiner Sanitärbereich und eine Teeküche zu finden. Herzstück des Zentrums wird der luftige Pfarrsaal, der sich über rund zehn Meter vom Erdgeschoss bis zum Giebel erstreckt.

„Der Saal ist flexibel bespielbar“, erklärte der Architekt. Bei Reihenbestuhlung samt mobiler Bühne für Theater, Vorträge oder Konzerte haben auf 200 Quadratmetern gut 200 Besucher Platz. Auch Basare nur mit Tischen, Bankettmöblierung oder Tischinseln sind möglich. Verzichtet man auf Möbel, können rund 300 Gäste den Saal etwa zum Tanz nutzen. Ein umlaufender Rahmen sorgt mit Technikelementen für Beamer, Clips für Scheinwerfer und mehr für die Grundausstattung.

Geschützte Innenhöfe sind an allen drei Gebäuden vorgesehen. 2,80 Meter hohes, weißes Mauerwerk soll für Privatsphäre sorgen. „Das sind oasenartige, kleine Gärten im Trubel des Dorfplatzes, der ja belebt sein soll“, reagierte Neumann auf die Verwunderung einiger Räte über die Höhe. Sebastian Klinger (CSU) fand zudem die Saalhöhe von zehn Metern „zu bombastisch“. Auch die Holzfassade gefiel ihm nicht, da andere prägende Häuser in Forstern auch nicht aus Holz seien. Bürgermeister Georg Els (AWG) wies darauf hin, dass Holz mehr Pflege brauche, fand jedoch: „Die Gebäude im Dorfzentrum dürfen markant sein und Aussagekraft haben.“

Heuer noch sollen die Eingabeplanungen erfolgen. Parallel dazu verlaufen die Verhandlungen zum Grundstückstausch, damit die Eigentumsverhältnisse zu Baubeginn geregelt sind. Außerdem will die Gemeinde eine finanzielle Beteiligung am Saal klären und über das Aussehen des Platzes diskutieren. Herbert Berger (AWG) kritisierte vor allem das Zeitmanagement der Kirche. „Wir warten seit eineinhalb Jahren auf Aussagen, was uns eine Saalbeteiligung kosten würde, und können nichts entscheiden“, monierte er. Wichtig sei das Endergebnis, gab Els zu bedenken. „Wir sind vielleicht nicht ganz im Zeitrahmen, aber nah dran.“

Vroni Macht

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