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Im Baugebiet Karlsdorf Mitte – hier der Blick über die Forstinninger Straße in Richtung Norden – hat sich seit dem Spatenstich viel getan. Die ersten Bauherren wohnen längst in ihren Häusern. Jetzt will die Gemeinde den Hochwasserschutz für das Areal rund um Pastettener und Preisendorfer Straße verbessern.

Baugebiet Karlsdorf Mitte

Regenwasser versickert im Rollkies

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Forstern – Mit Hochwasser hatte der Forsterner Gemeindeteil Karlsdorf bisher keine Probleme. Doch die Starkregenereignisse im Juni und Juli haben gezeigt, dass auch im Baugebiet Karlsdorf Mitte Überschwemmungen auftreten können. Deshalb befasste sich der Gemeinderat mit Maßnahmen, um den Hochwasserschutz zu verbessern.

„Das ist jetzt nicht so dramatisch, wie es klingt“, merkte Bürgermeister Georg Els (AWG) eingangs an. Dennoch könne man die Situation verbessern. Entlang der Pastettener und der Preisendorfer Straße in Karlsdorf befinden sich Mulden in den Grünstreifen. Doch anstatt dort zu versickern, sei das Oberflächenwasser bei Starkregen gestanden – auch, weil das Gebiet durch die Bebauung ziemlich verdichtet worden ist.

Mit dem Ingenieurbüro Bulhoes habe man sich die Situation angeschaut, berichtete Els. Ergebnis: „Man kann die Mulden mit überschaubarem Aufwand ertüchtigen, tiefer ausführen und zusätzlich Rigolen einbauen, sodass mehr Wasser aufgenommen werden und es besser versickern kann.“ Durch diese Pufferspeicher erhöhe sich der Rückhalt der Grünstriefen um ein Vielfaches.

Laut den Ingenieuren reicht an der Preisendorfer Straße eine 22 Meter lange, zwei Meter breite und ein Meter hohe Rigole aus Rollkies aus. An der Pastettener Straße wäre sie ebenso breit und hoch, aber 31 Meter lang und ebenfalls aus Rollkies. In beiden Fällen könnte man auch Versickerungssysteme aus Kunststoff nutzen. Dann würde sich bei vergleichbarer Dimension die Länge halbieren. „Wir könnten durch eine relativ einfache Maßnahme eine deutliche Verbesserung erreichen“, fasste Els zusammen.

Sebastian Klinger (CSU) zeigte sich verwundert darüber, dass es hier Probleme mit dem Hochwasser gibt, wo doch das neue Baugebiet (Spatenstich war im April 2013) eigentlich über entsprechend dimensionierte Entwässerungsanlagen verfügen sollte. Die Leistung sei wie für ein Gebiet dieser Größe üblich bemessen, merkte Els an. Jedoch habe es durch extremen Regen in kurzer Zeit trotzdem auf den Grundstücken Überschwemmungen gegeben, die von der Straße herrühren. „Die Entwässerung ist für ein hundertjährliches Hochwasser ausgelegt“, erklärte Geschäftsleiterin Christine Pettinger. Das Problem bei dessen Berechnung sei jedoch, dass mit langsam steigendem Hochwasser kalkuliert werde. „Was da aber in diesem Sommer runterkam, war Starkregen, der innerhalb weniger Minuten zu Überschwemmungen geführt hat“, sagte Els.

Die Entwässerung in Karlsdorf Mitte sei nichtsdestotrotz rechtssicher, so Pettinger. „Aber man kann trotzdem eine Verbesserung für die Bürger erreichen“, meinte sie. Das Gremium sah es genauso und beauftragte die Verwaltung damit, Angebote für die Ertüchtigung der Versickerungssysteme einzuholen. Dann könne man mehr zu den Kosten sagen.

Vroni Macht

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