+
Kleine Packerl mit guten Wünschen hatten die Schüler der Grund- und Mittelschule Forstern für Ingrid Failer (sitzend, 2. v. l.) gebastelt. Schulamtsdirektorin Marion Bauer, Bürgermeister Georg Els und Altbürgermeister Josef Eicher (v. l.) freuten sich mit der scheidenden Rektorin.

Grund- und Mittelschule Forstern

Rektorin Ingrid Failer: Viele Wunschpackerl zum Ruhestand

  • schließen

Forstern - Die Grund- und Mittelschule Forstern schickte gestern ihre langjährige Rektorin in Ruhestand. Ingrid Failer wurde mit einem Fest verabschiedet.

Von der Lehramtsanwärterin bis zu Rektorin: Fast vier Jahrzehnte lang war Ingrid Failer fester Bestandteil der Forsterner Schulfamilie. Wegen einer Erkrankung hat sie die Schule Ende April 2015 verlassen. Nun wurde die 59-Jährige offiziell in den Ruhestand geschickt.

Mit mitreißender Trommelmusik eröffneten die Sechstklässler gestern Vormittag die Abschiedsfeier in der Aula. Neben Schülern, Lehrern und Ehrengästen waren auch viele ehemalige Kollegen gekommen, um Failer alles Gute zu wünschen.

Forsterns Bürgermeister Georg Els blickte in seiner Begrüßung zurück bis ins Jahr 1983. „Seitdem haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt – im Pfarrgemeinderat, im Gemeinderat, als Konrektorin und Rektorin unserer Schule“, sagte er. Gemeinsam habe man sich vielen Herausforderungen gestellt, unter anderem dem Neubau der Doppelturnhalle und der Umwandlung der Haupt- in die Mittelschule. Frei nach Wilhelm Busch zitierte Els den vierten Streich der Lausbuben Max und Moritz: „Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss. Dass dies mit Verstand und Herz geschah, war hier in Forstern Frau Failer immer da.“

Und dieses „immer da“ kann man ruhig wörtlich nehmen: Seit ihrem ersten Tag als Referendarin ist Failer Forstern treu geblieben. Auf ihren Werdegang ging Schulamtsdirektorin Marion Bauer ein. Im Landkreis Ebersberg geboren, zog es Failer 1979 direkt nach ihrem Studium an der LMU München als Lehramtsanwärterin nach Forstern. 1988 wurde sie zur stellvertretenden Schulleiterin und 2002 zur Rektorin ernannt. Sie habe die Entwicklung der Schule mitgestaltet und mitgeprägt – auch in turbulenten Zeiten wie beim Ausbau der Teilhaupt- zur Hauptschule vor fast zehn Jahren. Dabei habe sie stets Innovationsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Handlungsgeschick bewiesen. Doch die langen Jahre im Schuldienst hätten auch ihre Spuren hinterlassen. „Ich freue mich, dass es Dir wieder gut geht“, sagte Bauer mit Blick auf Failers Gesundheit.

Ihr unermüdliches Engagement sprach auch Konrektorin Astrid Villing an. So hat Failer zusätzlich zum Unterricht jedes Jahr Englischkurse für den Quali gegeben und bei allen Prüfungen mit ihren Schützlingen mitgefiebert. Außerdem habe die 59-Jährige ein „wahres Supergedächtnis. Sie kannte jedes einzelne Kind beim Namen – das ist bei hunderten Kindern phänomenal“, sagte Villing. Sie erzählte auch von einer Vorliebe Failers, die an der Schule schon Tradition hat. Die Forsternerin pflegte es, ein Hitzefrei stets in Versen zu verkünden, die die Schüler geschrieben hatten. Quasi als Hommage an dieses Faible führten Viertklässler einen Sketch mit dem Titel „Hitzefrei“ in Reimform auf.

Failer selbst dankte ihren Weggefährten und Kollegen – namentlich jedoch Schülerlotse Andreas Kürzeder für sein „Montagsgutti“ auf dem Schulweg, Sekretärin Margitta Scherer als „Fels in der Brandung“ und Hausmeister Christian Haberl für seine ständig gute Laune.

Da sie schon vor eineinviertel Jahren ihren „letzten Schultag“ hatte, so Failer, habe sie sich an ihr neues Leben schon gut gewöhnt. „Das Gefühl der unendlich langen Ferien ist sehr wohltuend und belebend“, sagte Failer. Sie wünschte ihrer Schule zum Abschied, dass sie möglichst bald wieder ein komplettes Schulleiterteam bekommt.

Gute Wünsche für ihre ehemalige Rektorin hatten wiederum auch die Schüler: Jeder von ihnen hatte liebe Worte auf ein kleines Packerl geschrieben und dieses am Ende der Feier überreicht. Ein langes Leben und viel Glück wurde da gewünscht, und auf einem Tütchen stand einfach: „Alles Gute und Danke“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ehe für alle: Lenz dagegen, Schurer dafür
Die Ehe für alle spaltet das politische Berlin. Die unterschiedlichen Auffassungen reichen bis nach Erding. So wollen Andreas Lenz (CSU) und Ewald Schurer (SPD) am …
Ehe für alle: Lenz dagegen, Schurer dafür
Brummifahrer leicht verletzt
Bei einem Spiegelstreifer zweier Lkws am Mittwochmorgen ist ein Brummifahrer verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 1500 Euro.
Brummifahrer leicht verletzt
Beil: Dieselverbot trifft die Kleinen
Das Handwerk in Erding hat auch eine kräftige weibliche Stimme. Die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) zogen jetzt Bilanz über ein veranstaltungsreiches Jahr.
Beil: Dieselverbot trifft die Kleinen
Debatte um Dixi-Klo und Badestrand
Die sanitären Anlagen am beliebten Baisch-Weiher sind nicht ausreichend. Bürgermeister Peter Deimel hofft auf Unterstützung vom Landratsamt. Die Diskussion über eine …
Debatte um Dixi-Klo und Badestrand

Kommentare