Einsätze an den Kiesgruben 

Ein Schlauchboot für die Feuerwehr

Forstern – Die Freiwillige Feuerwehr Forstern erhält ein Schlauchboot mit Anhänger und drei Rettungswesten. Damit ist sie für die als Badeweiher verwendeten Kiesgruben ausgestattet. Gesamtkosten: rund 3400 Euro. Diese Entscheidung traf der Gemeinderat einstimmig.

Bürgermeister Georg Els (AWG) sagte zu Beginn, dass er sich selbst die Frage gestellt habe, ob diese Anschaffung „überzogen“ sei. Mit Blick auf die Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde und auf die bayernweit erstaunlich vielen Ertrunkenen im vergangenen Sommer, unter denen auch Asylbewerber gewesen seien, halte er die Anschaffung jedoch für sinnvoll. „Wird’s nicht gebraucht, umso besser.“ Kommandant und Gemeinderat Rainer Streu (AWG) erinnerte auch daran, dass man schon ein vermisstes Kind gesucht habe, wobei glücklicherweise nichts passiert sei.

Außerdem verwies er auf die Gefahr von Öl im Wasser. Auch hier wäre ein Schlauchboot sinnvoll, um schnell reagieren zu können. Man habe sich bei der Wasserwacht und Berufsfeuerwehr über den Einsatz im Wasser informiert. „Das Ausbildungsspektrum ist erweitert“, meinte Els dazu. Rosa Lehrer (AWG) sagte zum Schlauchboot: „Da kann man jederzeit zustimmen.“ Peter Feckl (AWG) sah die Personenrettung „ein bisserl kritisch“. Hier sei die Wasserwacht gefragt.

Grundsätzlich sieht sich die Wehr eher als assistierend, will aber für den Notfall gerüstet sein. Es wurde nachgefragt, weshalb man nur drei Westen anschaffe. Das richte sich nach der Personenzahl, für die das Boot ausgelegt sei, erwiderte Streu. „Es kann ja nicht die ganze Feuerwehr mitschwimmen“, kommentierte Els augenzwinkernd.

Beim Thema Ausstattung sprach der Bürgermeister noch ein weiteres Thema an. Man müsse die Schutzkleidung der Wehr komplettieren. Gut reflektierende Jacken seien gerade bei Nachteinsätzen wichtig. Ingesamt will man diesen Posten sukzessive aufstocken. Gesamtkosten: rund 30 000 Euro.

Vroni Vogel

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