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Feierliche Urkundenübergabe (v. r.): Schulleiterin Annett Taubert, Ministerin Michaela Kaniber, Andreas Preuschl aus der erweiterten Schulleitung sowie die Speisenbeauftragte und OGS-Leiterin Johanna Obermayer bei der Verleihung in München. 

Teilnahme an Coaching zur Optimierung der Schulverpflegung

An der Schule Forstern essen die Kinder jetzt noch besser 

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Damit die Schüler der Offenen Ganztagsschule in Forstern noch besser essen, hat die Schule an einem Coaching des des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teilgenommen.

Forstern– Essen ist viel mehr als nur satt werden. Gerade das gemeinsame Essen steigert das Gemeinschaftsgefühl. Im Schulalltag ist das nicht immer leicht, umso entscheidender sind entsprechende Angebote. In der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Grund- und Mittelschule Forstern zum Beispiel „hat das gemeinsame Mittagessen einen hohen Stellenwert“, erklärt Schulleiterin Annett Taubert.

Um dieses Angebot noch zu verbessern, hat die Schule im zu Ende gegangenen Schuljahr an einem Coaching des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teilgenommen. In der Allerheiligen-Hofkirche in der Residenz in München gab’s dafür jetzt eine Urkunde – und Lob von Ernährungsministerin Michaela Kaniber (CSU).

Aus einem Unterrichtsraum wurde eine Mensa

Die OGS Forstern besteht erst seit Herbst 2017. Das Schulgebäude ist alt, eine richtige Mensa gab es nicht. Also wurde ein Unterrichtsraum umgebaut. Doch es fehlte an der passenden Atmosphäre. Sie gemütlicher zu gestalten, war eines von drei Zielen, die sich die Schule zu Beginn des Schuljahrs 2018/19 gesetzt hat, nachdem sie sich für das Coaching beworben hatte und ausgewählt worden war. Ein Schuljahr lang gab’s individuelle Unterstützung von Coach Brigitte Hepting.

Dazu wurde ein Essensgremium mit einem Schüler, einer Vertreterin des Caterers, Andreas Preuschl aus der Schulleitung sowie der Speisebeauftragten und OGS-Leiterin Johanna Obermayer gegründet. Zu den Zielen gehörten neben der besseren Atmosphäre auch eine Optimierung des Speiseplans und mehr Schüler-Mitbestimmung. „Das beste Essen bringt nichts, wenn die Kinder es nicht mögen oder keine Atmosphäre herrscht, in der sie sich wohlfühlen. Darum müssen sie einbezogen werden“, meint Taubert.

Schule Forstern: 13 von 15 Kriterien erfüllt

Sieben von 15 vorgegebenen Kriterien hat die OGS bereits vor dem Coaching erfüllt. „Jetzt sind es 13“, berichtet Preuschl stolz und fügt hinzu: „Wir haben in Forstern einen Ganztag, der überregional einmalig ist.“

Was hat sich in den vergangenen Monaten getan? Die Mensa wurde gemeinsam mit den Mittelschülern dekoriert – mit Fensterbildern, Tischdeko und Wandgemälden. Der Speiseplan wurde aufwändig analysiert. Enthält er frisches Obst, Gemüse, Seefisch, Vollkornprodukte? Wie oft gibt’s Fleisch, Vegetarisches, Milchprodukte? Das Ergebnis – von Rindergulasch über Wildlachsfilet bis Vollkornspaghetti mit Tomatensoße – kann sich sehen lassen.

Mittags gibt‘s auch mal Burger

Um die Schüler mitbestimmen zu lassen, gab’s Wochen, in denen sie sich Speisen wünschen konnten, etwa selbst gemachte Burger. Der Schulgarten wurde eingebunden und gemeinsam eine Gemüsesuppe kreiert. Der Caterer bot zudem Testwochen an, um neue Anregungen zu schaffen. „Sonst wählt man immer nur das aus, was man eh kennt“, sagt Taubert.

Mit dem Ende des Schuljahrs endet auch das Coaching. „Wir werden den Prozess aber fortführen“, sagt Obermayer. Die Wunschwochen wird es weiter geben, ein Traum für die Zukunft wäre ein eigener Servierwagen, aus dem sich die Schüler selbst bedienen können. Im Moment teilt das Personal das Essen aus. „Leider scheitert dieser Wagen daran, dass wir dann eine Küchenhilfe bräuchten, denn das kann das Personal nicht leisten“, sagt Taubert, die deswegen das Gespräch mit dem Schulverband als Sachaufwandsträger suchen will.

Schule Forstern: Probeessen für die Eltern

Außerdem sollen die Eltern umfassend über das Thema Essen in der OGS informiert werden. Auch ein Probeessen für sie ist geplant. Zudem will man sich ums Thema Lärm kümmern, denn wenn pro Tag rund 40 Schüler essen, kann’s schon mal lauter sein.

Die Grund- und Mittelschule Forstern ist eine von bayernweit 41 Schulen und die einzige im Landkreis, die am Coaching teilgenommen hat. Unter den 38 Kitas war aus dem Kreis Erding lediglich das Pfarrkinderhaus Wartenberg (Bericht folgt).

„Damit stellen wir Ihrem Engagement beste Noten aus: Sie haben es gemeinsam geschafft, die Verpflegung Ihrer Kinder gesünder, regionaler und nachhaltiger zu machen“, sagte Ministerin Kaniber einer Pressemitteilung zufolge bei der Urkundenverleihung.

Die Bedeutung nachhaltiger und regionaler Ernährung sei nicht nur ein wichtiger Bildungsauftrag. Die Kinder sollten das auch jeden Tag bei ihren Mahlzeiten in Kita oder Schule erleben und schmecken.

vam

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