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Hirschbach, Höhle und Himbeeren

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Von: Veronika Macht

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Vorschläge für den Hirschbachspielplatz wurden voriges Jahr auf Initiative von Jugendreferentin Simona Loupal (hinten, l.) gesammelt.
Vorschläge für den Hirschbachspielplatz wurden voriges Jahr auf Initiative von Jugendreferentin Simona Loupal (hinten, l.) gesammelt. © Archivfoto: Vogel

Ein neues Gesicht für den Hirschbachspielplatz: Nachdem im vorigen Jahr jede Menge Ideen entwickelt worden waren, will die Gemeinde die Umgestaltung nun anpacken.

Forstern – Gut ein Jahr ist es her, dass Simona Loupal Ideen zur Umgestaltung des Hirschbachspielplatzes gesammelt hat. Erwachsene, aber auch mehr als 100 Kinder hatten sich daran beteiligt. „Sie fragen mich schon immer, wann sich endlich was tut“, berichtete Loupal, die Gemeinderätin von SPD/Die Grünen ist, in der Sitzung. Dort stellte sie ihr Konzept für die Umgestaltung vor.

Wie berichtet, hatte Loupal das Projekt im Rahmen einer Weiterbildung zur Umweltpädagogin angestoßen. Mit Hilfe der Naturgartenplanerin Dagmar Wiegel fanden Treffen statt, bei denen die Ideen diskutiert wurden. Herausgekommen ist ein Funktionsplan, der die Wünsche der Kinder aus den Bereichen Ruhe, Natur, Kreativität und Spiel/Bewegung beinhaltet.

Besonders oft wünschten sie sich einen Picknick-Platz, eine Blumenwiese und Orte zum Klettern. Auch ein Erdhügel, den man im Winter zum Rutschen nutzen kann, war den Kindern wichtig. Der angrenzende Hirschbach gehört schon jetzt zu ihren Spiel-Favoriten. Aber auch eine Höhle oder ein Tipi zum Verstecken, ein Labyrinth und essbare Pflanzen wie Him- und Johannisbeeren, Spielsteine und Sand für die Kreativität sowie Balancier-Stämme oder ein Seil-Klettergarten gehören zu den Ideen der kleinen Forsterner.

„Wir haben versucht, das bereits Vorhandene sinnvoll zu ergänzen“, erklärte Loupal. So könnte man etwa um einen großen Baum ein Kletterplateau errichten und auch das östliche Ufer des Hirschbachs einbeziehen. „Die Kinder spielen jetzt schon am liebsten am Bachlauf“, betonte Loupal, die auch die dort geplanten Retentionsflächen nutzen möchte – etwa mit Findlingen zum Kraxeln. Dagegen spreche nach Rücksprache mit dem fürs Hochwasserschutzkonzept beauftragten Büro Sehlhoff auch aus deren Sicht nichts.

Bürgermeister Georg Els (AWG) ergänzte, dass man in die Planungen den vorgesehenen Fußweg nach Tading sowie ein weiteres Grundstück in Gemeindehand einbeziehen solle – auch, um trotz der vielen neuen Ideen den Bolzplatz erhalten zu können.

Im Gremium kam Loupals Konzept gut an. „Das ist eine sehr liebevolle Planung. Vor allem den Bach einzubinden, ist eine schöne Idee, auch wenn das nicht ganz billig werden dürfte“, sagte Peter Feckl (AWG). Erwin Nominacher (SPD/Die Grünen) gefiel vor allem die naturnahe Komponente. Sebastian Klinger (CSU) lobte die „lebendige Planung mit den Kindern“, und Annett Taubert (CSU) befand: „Das ist ein tolles Konzept, das wir unbedingt umsetzen sollten.“ Rosa Lehrer (AWG) schlug vor, den anfallenden Erdaushub beim Neubau des Feuerwehrhauses zum Beispiel für den Erdhügel zu nutzen. „Als Kinder waren solche Hügel der ideale Spielplatz für uns. Mehr haben wir nicht gebraucht“, sagte Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen) dazu.

Franz-Josef Obermaier (AWG) sah im Konzept eine gute Grundlage, auf der ein Fachplaner arbeiten könne. Das soll nun auch passieren. Die Verwaltung wird eine Machbarkeitsstudie erstellen und Angebote einholen. Zur Finanzierung will man eventuell auch die Möglichkeit eines Crowdfundings nutzen.

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