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40 Forsterner über 60 Jahren waren zum Infoabend ins Sportheim gekommen. Bürgermeister Georg Els (stehend) und der soziale Ansprechpartner Mathias Weigl informierten über den Seniorenbeirat.

Seniorenbeirat in Forstern

Sprachrohr, Impulsgeber, Schnittstelle

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 Forstern – Ein Seniorenbeirat, der die Belange der älteren Generation im Blick hat und sich für sie einsetzt: In Forstern könnte diese Idee bald Wirklichkeit werden.

Die Weichen sind gestellt für einen Seniorenbeirat in Forstern: Nach einer Infoveranstaltung im Sportheim haben sich spontan sechs interessierte Senioren zur Mitarbeit bereit erklärt.

687 Forsterner über 60 Jahren hatte die Gemeinde eingeladen, 40 von ihnen waren der Einladung gefolgt. „Ich bin überrascht, dass so viele gekommen sind“, sagte Bürgermeister Georg Els und umriss die Idee des Seniorenbeirats, die aus dem interkommunalen Konzept „Älterwerden auf dem Lande“ entstanden sei. Demnach soll der Beirat als Sprachrohr der Senioren und Schnittstelle zwischen Gemeinde, Bürgern und Vereinen fungieren sowie auf Probleme der älteren Generation hinweisen.

Ganz konkret könne die Hilfe etwa bei der Aufstellung von Bebauungsplänen sein, indem der Beirat zum Beispiel im Bereich Verkehr die Bedürfnisse der Senioren aufzeigt. In neuen Baugebieten etwa seien Pflastersteine für spätere Straßenarbeiten zwar praktisch, für Ältere aber oftmals Stolperfallen.

Geschäftsleiterin Christine Pettinger erklärte, dass man den Seniorenbeirat bei Straßenbaumaßnahmen und Bauleitplanungen quasi als Träger öffentlicher Belange einbinden könnte. „Wir fragen immer Gott und die Welt, aber meist nicht diejenigen, die es wirklich betrifft“, stimmte Els zu.

Die Vielfalt der möglichen Handlungsfelder vom Wohnen zuhause über präventive Angebote wie Fitnessgruppen bis hin zur Vernetzung zu Fachstellen erörterte auch Mathias Weigl. Der soziale Ansprechpartner hatte mit den kommunalen Seniorenbeauftragten Sebastian Hohentanner und Helga Wilms, zugleich Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, die Veranstaltung vorbereitet. „Je nach den Interessen der Mitglieder kann man auch andere Schwerpunkte setzen“, erklärte er.

Die Notwendigkeit einer Seniorenvertretung sah der Sozialpädagoge auch mit Blick auf Zahlen, die im Rahmen der Modellstudie „Älterwerden auf dem Lande“ veröffentlicht wurden. Demnach soll in Forstern die Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2021 gegenüber heute um fast 24 Prozent anwachsen. Der Kreis der unter 18-Jährigen wird sich hingegen um weniger als zehn Prozent vergrößern.

„Viele Gemeinden haben schon einen Seniorenbeirat, ein Muss ist er aber nicht“, sagte Els. Er wollte an dem Abend vor allem abklären, wie die Zielgruppe selbst darüber denkt. Die Grundstimmung der Anwesenden war positiv. Einige sprachen vor allem den Wunsch an, so lange wie möglich in Forstern wohnen zu können, auch wenn sie nicht mehr mobil sind. Ein Mehrgenerationenhaus wäre dafür eine geeignete Wohnform, fand Els. Denkbar wäre es dort, wo jetzt noch Feuerwehrhaus und Bauhof stehen.

„Wir sind noch ganz am Anfang mit unserer Seniorenarbeit. Besonders wichtig ist es jetzt, dass wir Impulse von den älteren Bürgern bekommen“, sagte Wilms. Ob und wie man diese umsetzen könne, sei ein anderes Thema.

Sechs Senioren haben sich nach Ende der Versammlung zur Mitarbeit gemeldet. Nun wird ein Termin für die konstituierende Sitzung gesucht. Der Gemeinderat muss dem Beirat dann eine Satzung geben, Strukturen schaffen und ein Budget festlegen.

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