+
Der alte und neue Vorstand (vorne, v. l.): Monika Freiwald, Silvia Spreitzer und Verena Steckermeier sowie (hinten, v. l.) Maria Gruber, Petra Grabmaier, Philipp Hiebinger und Franziska Hofmann.

Theaterverein Forstern

Gründerinnen geben die Vereins-Regie ab

Forstern – Bei der Hauptversammlung des Theatervereins Forstern ist eine Ära zu Ende gegangen. Die Vorsitzenden Silvia Spreitzer und Monika Freiwald legten ihre Ämter nieder. Neu im Vorstand sind Franziska Hofmann und Philipp Hiebinger.

Schon vor einem Jahr hatte Silvia Spreitzer angekündigt, dass sie nach 16 Jahren als Vorsitzende des Theatervereins Forstern aufhören und Jüngeren Platz machen wolle. Dennoch war jetzt der Zeitpunkt dann doch sehr plötzlich da. Auch die dritte Vorsitzende Monika Freiwald, die genauso lange im Vorstand war, stand nicht mehr zur Wahl.

Beide sind jedoch mit dem Versprechen ausgeschieden, weiter für den Verein da zu sein. Somit können sich die Neuen in Ruhe in ihr Amt einarbeiten und wissen doch, dass im Hintergrund noch jemand ist, der unterstützt.

In der Jahreshauptversammlung beim Hirschbachwirt wurde Maria Gruber aus Harthofen einstimmig zur neuen Theaterchefin gewählt. Sie ist bereits seit vielen Jahren als Stellvertreterin tätig. Als zweite Vorsitzende ist Franziska Hofmann aus Markt Schwaben neu hinzugekommen. Auch sie gehört zu den Stammspielern. Und es konnte wieder ein Mann für die Rolle des dritten Vorsitzenden gewonnen werden: Philipp Hiebinger aus Forstern. Er bewährte sich 2016 erstmals auf der Bühne und zeigte zugleich sein Können rund um den Bühnenbau.

Konstant besetzt sind nach wie vor das Amt der Kassierin mit Verena Steckermeier und das der Schriftführerin mit Petra Grabmaier.

Der Führungswechsel war auch ein Grund, zurückzublicken und sich mit einem Geschenk bei den langjährigen Vorsitzenden Spreitzer und Freiwald zu bedanken. Beide zählen zu den Gründungsmitgliedern im Jahr 1984. Sie waren es auch, die 2000 den Verein mit gerettet hatten, als es darum ging, ob überhaupt weitergemacht werden soll. Der Wörlsaal war bereits geschlossen, es gab einige Jahre nur die Schulaula für kurze Sketche. Das Vereinsleben lag brach.

Doch es sollte wieder aufwärts gehen mit dem Verein. 2001 aktivierten die damaligen Pächter Claudia und Daniel Kopper den Wörlsaal wieder und stellten die Bühne für Proben und Auftritte kostenlos zur Verfügung. Ab da gab es unter der Leitung von Spreitzer jährlich ein großes Theaterstück, einen Weihnachtssketch, einen Vereinsausflug und ein Grillfest. Auch Stammtische wurden regelmäßig abgehalten.

2009 galt es, die Feierlichkeiten rund um das 25-jährige Bestehen des Vereins zu meistern und dann wiederum einen Rückschlag wegzustecken: Der Wörlsaal schloss aufgrund von Brandschutzauflagen endgültig seine Türen. Doch auch diese Hürde wurde mit Bravour vom Verein gemeistert. Die renovierte kleine Turnhalle wird seit 2013 einmal jährlich im Herbst mit viel Aufwand zur Theaterhalle umgebaut. Der Bühnenunterbau musste organisiert werden, und die Abläufe galt es neu zu regeln. Zumal jetzt auch die Bewirtung der Zuschauer in den Händen des Vereins lag.

Auch die Jugend wurde in diesen 16 Jahren wieder fürs Theaterspiel gewonnen, und die Mitgliederzahl stieg um knapp 50 Prozent.

Aber nicht nur auf der Bühne, sondern im gesamten Theaterbereich fanden die jungen Leute ihre Plätze und sind mit Eifer bei der Sache. Ob als Souffleuse, in der Maske, der Technik, dem Bühnenbau oder dem Catering – überall ist die Jugend wieder vertreten.

Ruhig ist es beim Theaterverein nur selten, denn schließlich heißt es: „Nach dem Theater ist vor dem Theater.“

red

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Grünes Licht für Neubau am Kellerberg
Früher war es ein Wohnhaus mit Tierarztpraxis, jetzt soll auf dem Grundstück am Kellerberg-Nord ein Doppelhaus mit Garagen errichtet werden.
Grünes Licht für Neubau am Kellerberg
Röhrende Motoren, wummernde Bässe
Was auf dem Erdinger Volksfestplatz am Samstag an außergewöhnlichen Autos präsentiert wurde, war äußerst sehenswert. Der 2015 gegründete Tuning Club Erding, der …
Röhrende Motoren, wummernde Bässe
Die Familie gibt in der Trauer Kraft
Besonders an Allerheiligen gedenken Christen ihrer verstorbenen Angehörigen. Kurz davor ist die Geschäftigkeit an den Gräbern groß. Ein Besuch auf dem Friedhof St. Paul.
Die Familie gibt in der Trauer Kraft
Forstern gibt das Geld zu langsam aus
Einen teils zufriedenen, aber auch kritischen Zwischenbericht gab Forsterns Bürgermeister Georg Els (AWG) seinem Gemeinderat. Mit einem Rekord-Haushalt wird es wohl …
Forstern gibt das Geld zu langsam aus

Kommentare