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Verabschiedung Friedrich Reiser 

„Vollblut-Genossenschaftler“ im Ruhestand

Mehr als drei Jahrzehnte war Friedrich Reiser als Vorstand bei der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt tätig, insgesamt arbeitete er 45 Jahre im Bankwesen. Nun wurde er mit vielen netten Worten in den Ruhestand verabschiedet.

von Vroni Vogel

Forstern– Als „Vollblut-Genossenschaftler“ bezeichnete Vorstandskollege Friedrich Ziller von der VR-Bank Erding Friedrich Reiser, als er am Montagabend im Kochhaus Oskar in Forstern mit vielen geladenen Gästen in den Ruhestand verabschiedet wurde. 45 Jahre lang war der 61-Jährige für die Genossenschaftsorganisation tätig, 31 Jahre lang Vorstand der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt und ihrer Vorgängerinstitute.

„In den 31 Jahren hast du die Entwicklung maßgeblich mitgestaltet“, lobte Ziller. Reiser habe drei Fusionen erfolgreich umgesetzt. Den aktuellen Zusammenschluss mit der VR-Bank Erding habe der erfahrene Banker „bis zum letzten Arbeitstag mit Rat und Tat begleitet und unterstützt“.

Zudem war Reiser zwölf Jahre lang Vorsitzender des Kreisverbands der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Erding. In dieser Zeit habe er „den Zusammenhalt der Kreisgenossenschaften gefördert und die Genossenschaften immer positiv in der Öffentlichkeit vertreten“. Durch seinen großen Einsatz und sein vorausschauendes Wirken habe Reiser die positive Entwicklung der Bank in hohem Maß gefördert.

Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Holnburger bezeichnete den Banker als „hochkarätige und geschätzte Führungspersönlichkeit“ und wünschte ihm, „den wohlverdienten Ruhestand in vollen Zügen“ genießen zu können. Reiser habe großen Anteil an der Erfolgsgeschichte der Raiffeisenbank und dabei „sein hervorragendes Wissen als Bankkaufmann“ eingebracht.

Der Vorstandsvorsitzende von Union Investment, Joachim Reinke, sprach „Worte der Freundschaft, die weit übers Geschäftliche hinausgehen“. Als „Bayer durch und durch“ verkörpere Reiser die „Symbiose von Tradition und Moderne“. Der Laudator ging auf sein hohes Verantwortungsgefühl, seinen kritischen Geist, die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, sein großes soziales Engagement und seinen Optimismus ein.

Der Vorstandsvorsitzende und Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, Dr. Jürgen Gros, ehrte Reiser mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands und dankte für dessen geradliniges Engagement.

Als Geschenk zum Abschied erhielt Reiser unter anderem ein E-Bike. Zudem sammelte das Mitarbeiterteam auf seinen Wunsch hin Spenden für die Betreuungseinrichtung Regens Wagner Zell, wo sich Reiser als Fördervereinsvorsitzender engagiert. Alle Redner dankten auch dessen Familie, insbesondere Gattin Resi. Das Ehepaar, das in Buch am Buchrain daheim ist, hat drei Kinder und drei Enkel.

Am Schluss ergriff Reiser noch selbst das Wort: „Wie im Ehrenamt, zum Beispiel im Zeller Förderverein oder als Angehörigensprecher in dieser Einrichtung, braucht man auch im Beruf Leidenschaft – zumindest, wenn er ein ganzes Arbeitsleben ausfüllt. Ich hatte diese Leidenschaft und konnte die Freude mit vielen Menschen teilen.“

Der scheidende Bankvorstand zitierte Franz Kafka: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, und meinte, dass er jetzt selbst neue Wege beschreite, wobei ihm schon die ersten Schritte Spaß gemacht hätten. „Mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis zu Hause und einem Arbeitsvertrag bei meiner Frau und den Kindern wird mir für die Zukunft nicht bange.“ Die schwungvolle musikalische Umrahmung der Verabschiedung übernahm ein Ensemble der Blaskappelle Isen.

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