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Vereinsförderung „nicht selbstverständlich möglich“

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Bürgermeister Rainer Streu verteidigte den Beschluss.
Bürgermeister Rainer Streu verteidigte den Beschluss. © Privat

Zum zweiten Mal in Folge muss die Gemeinde Forstern dem Landratsamt ein Konsolidierungskonzept zum Haushalt vorlegen.

Forstern – Grundsätzlich hat der Gemeinderat das Schriftstück, das Kämmerer Jochen Goldammer aufgesetzt hat, auch abgesegnet. Jedoch gab es bei der Vereinsförderung Diskussionsbedarf.

Stefan Ganghofer (CSU) kritisierte, dass bei diesem Punkt fast alles auf null gesetzt worden sei, während beispielsweise für den FC Forstern 5000 Euro angesetzt wurden. Das empfinde er nicht als Gleichbehandlung, monierte Ganghofer. Er betonte zugleich, es gehe ihm nicht um den Sportverein an sich; jedoch erinnerte er daran, dass man erst kürzlich darüber diskutiert habe, bei Zuschussanträgen künftig genauer hinzuschauen.

Wie berichtet, hatte Franz-Josef Obermaier (AWG) mehrfach angemahnt, nicht mehr pauschal Förderungen zu gewähren. Stattdessen sollten die Vereine bei Zuschussanträgen ihre Finanzen offenlegen. Bürgermeister Rainer Streu (AWG) erklärte: „Eigentlich müsste überall ,null Euro’ stehen. Man müsste eigentlich sagen, im nächsten Jahr wird kein Verein gefördert, und wir werden im nächsten Jahr keine Wünsche erfüllen können.“

Die Summe für den Sportverein sei jedoch explizit für die Vergütung des Freiwilligendienstleistenden gedacht, der sein FSJ beim FC Forstern absolviere. „Das haben wir nun mal beschlossen“, erinnerte Streu. Und er gab auch zu bedenken, dass die Gemeinde viele Vereine in den vergangen Jahren durchaus „sehr, sehr großzügig unterstützt“ habe – allein die Schützenvereine in Karlsdorf und Tading etwa mit jeweils 100 000 Euro. Grundsätzlich, so Streu, sei die Überlegung aber richtig, keine pauschalen Zuschüsse mehr zu gewähren. „Das soll kein Selbstläufer werden“, sagte er. Doch das Signal solle schon sein, dass angesichts der Haushaltslage eine Vereinsförderung „nicht selbstverständlich möglich“ sei.

Einstimmig fiel am Ende der Beschluss, das Konsolidierungskonzept für das Jahr 2022 zu genehmigen. Geändert wurde darin lediglich der Hebesatz für die Grundsteuer A und B: Wie berichtet, hatte Kämmerer Goldammer dem Gemeinderat einen Satz von 420 von Hundert vorgeschlagen. Das Gremium stimmte aber lediglich für eine Anhebung auf 380 von Hundert.

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