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Im Justizzentrum Landshut wird dem Forsterner ab 26. April der Prozess gemacht.

Forsterner (49) vor Gericht 

Versuchter Mord im Schlafzimmer

Forstern/Landshut –Vor den Augen seiner Kinder hat ein Forsterner versucht, seine Ehefrau (32) zu töten. Ab 26. April muss sich der 49-Jährige wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Es war am späten Abend des 1. Oktober 2015: Ein 49 Jahre alter Großhandelskaufmann verbringt den Abend auf der Wiesn. Gegen 22.30 Uhr kommt der nach Hause – stark alkoholisiert, wie sich später herausstellen wird.

Daheim sind seine Frau, mit der er in Trennung lebt, die aber noch das gemeinsame Haus bewohnten, sowie die drei Kinder, alle noch minderjährig. Der Kaufmann geht in das Zimmer seiner Gattin und versucht, die Schlafende zu erwürgen. Er hat ein Messer dabei, mit der er jedoch nicht auf sein Opfer einsticht.

Die 17 Jahre jüngere Frau, die zu diesem Zeitpunkt einen neuen Partner hat, wacht auf und wehrt sich heftig. Es kommt zu einem lauten Gerangel. Die sieben und neun Jahre alten Kinder wachen davon auf und laufen zu ihrer Mutter. Ein Kind wählt instinktiv den Notruf.

Alle Vier versuchen zu fliehen. Im Wohnzimmer holt der rasende Gatte seine Frau ein und packt sie erneut. Die zweite Tat fällt deutlich weniger schlimm aus. Ihr und den Kindern gelingt die Flucht zu einem Nachbarn. Dort sind sie in Sicherheit.

Als wenige Minuten später die Polizei eintrifft, lässt sich der 49-Jährige widerstandslos festnehmen. Das Mordkommissariat der Kripo Erding übernimmt die Ermittlungen. Der Forsterner ist geständig. Die Rede ist von erheblichen familiären Problemen aufgrund der Trennung. Auch die starke Alkoholisierung könnte eine verschärfende Rolle gespielt haben.

Der Tatverdächtige kommt in Untersuchungshaft. Dort sitzt er seither ein. Die Kripo ermittelt gegen den Familienvater wegen versuchten Mordes. Der Angriff im Schlaf wird als schwere Form der Heimtücke gewertet.

Ab Dienstag kommender Woche muss sich der Forsterner vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Landshut verantworten. Den Prozess leitet der Vorsitzende Richter Markus Kring. Wie Dr. Rainer Wiedemann, Sprecher des Gerichts, auf Anfrage mitteilt, sind vorläufig zwei Verhandlungstage angesetzt. Folgt die Kammer der Auffassung der Staatsanwaltschaft, droht dem Kaufmann eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Frau und Kinder leben weiterhin in dem Haus in Forstern.

Hans Moritz

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