Neubau des Kinderhauses in Karlsdorf
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Nach dem Rohbau das Außengelände: Der Neubau des Kinderhauses in Karlsdorf schreitet voran. Demnächst werden die Außenanlagen ausgeschrieben, dazu gehören auch 14 weitere Stellplätze. Sie sollen auf der freien Fläche hier links im Bild entstehen.

Diskussion ums Außengelände – 340 000 Euro Kosten

Kinderhaus Karlsdorf: Viel Spielfläche und weitere Parkplätze

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Die Pläne für die Außenanlagen des neuen Kinderhauses in Karlsdorf stehen. Neben Kräutergarten, Versteckwald und Sandkasten sollen noch 14 weitere Stellplätze entstehen.

Forstern - Der Neubau des Kinderhauses in Karlsdorf schreitet voran. Bürgermeister Rainer Streu (AWG) berichtete im Gemeinderat, dass bei einem Ortstermin mit den Planern nach Einsparpotenzial für die Außenanlagen gesucht wurde. Auf dem Areal müssten grundsätzlich viele Erdbewegungen stattfinden, bei denen man nicht wirklich sparen könne.

Sparmöglichkeiten bei Markise und Gartentor

Dennoch habe man einige Bereiche gefunden, wo dies durchaus möglich sei. Etwa beim Sonnensegel: Die geplante Doppelmarkise, die elektrisch ausfährt, soll einer günstigeren Variante weichen. Verzichten will man auf ein Tor zum Nachbargrundstück, und anstatt die ganze Fläche mit Rollrasen zu versehen, wird zunächst nur ein kleiner Bereich damit ausgestattet, der Rest wird klassisch angesät.

Einen Hang will man flacher gestalten und die Anzahl an Sitzquadern reduzieren, den Kräutergarten mit Naturfindlingen ausführen und die Fahrradständer im Eingangsbereich reduzieren. Das schaffe zugleich Platz für Räder mit Anhänger. Ein Kletterturm sei im Bestand, eine Schaukel und ein Spielhaus will man neu kaufen –„das ist also überschaubar“, meinte Streu zu den Spielgeräten.

Zwei Gartenhäuschen sollten eigentlich vom Zimmerer angefertigt werden – Kostenpunkt: rund 30 000 Euro. Zumindest das Häuschen für die Gerätschaften des Hausmeisters will man stattdessen „von der Stange“ kaufen. Über den Daumen gepeilt könnte die Gemeinde mit den genannten Maßnahmen rund 30 000 Euro einsparen.

14 weitere Stellplätze für rund 41 000 Euro

Im vorigen November hatte das Gremium zudem beschlossen, weitere 14 Stellplätze für rund 41 000 Euro brutto zu errichten. Deren Einfassung soll mit Granit-Einzeilern ausgeführt werden, die Zufahrt mit Betonpflaster und die Plätze selbst mit Rasenpflaster. Die Planung übernimmt das Büro für Landschafts- und Ortsplanung Tietz & Partner GmbH.

Der Gemeinderat stimmte zu, den Auftrag entsprechend zu erweitern: Die Errichtung der 14 Stellplätze ist zusammen mit den Außenanlagen auszuschreiben, das Gesamtvolumen steigt somit auf rund 341 000 Euro (noch ohne das Einsparpotenzial gerechnet). Laut Streu wird ein Baubeginn für September angepeilt.

Maria Feckl: Kinder zu wenig Platz im Vergleich zu Parkplätzen

Maria Feckl (Grüne) monierte, die Kinder hätten im Vergleich zu Wendehammer und Parkplätzen zu wenig Platz. Sie wollte wissen, ob man die 14 weiteren Stellplätze wirklich brauche, warum diese nicht von Anfang an geplant waren und ob der Wendehammer so groß sein müsse.

Laut Streu waren für den Bauantrag gemäß Satzung nur acht Stellflächen nötig. Die sind auch längst gebaut. Die weiteren 14 Parkplätze seien nicht vorgesehen gewesen, mit ihnen könne man aber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Platz anbieten. Und abends sowie an den Wochenenden könnten dort auch die Anwohner parken, wie Franz-Josef Obermaier (AWG) anmerkte.

Streu: Laut Planern großzügige Außenanlagen

Streu erklärte weiter, dass man die Stellflächen nicht auf Kosten von Platz für die Kinder errichte – der Bereich sei eigentlich als Bauplatz für ein Haus vorgesehen gewesen. Laut den Planern würden in Karlsdorf im Vergleich zu anderen Einrichtungen ohnehin relativ großzügige Außenanlagen entstehen. „Ich finde also nicht, dass die Kinder wenig Platz zum Spielen haben“, stellte Streu klar und erklärte zum Wendehammer, dass dessen Größe für Einsatzfahrzeuge und Müllabfuhr vorgeschrieben sei.

vam

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