Wachdienst auf Schulgelände und Spielplätzen

Mehr Sicherheit für 2000 Euro im Monat

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Forstern – Einen Wachdienst auf dem Schulgelände und den Spielplätzen lässt sich die Gemeinde Forstern monatlich 2000 Euro kosten. Die Lage hat sich beruhigt, sagt Bürgermeister Georg Els.

Das Forsterner Schulgelände und der Bolzplatz sowie die Spielplätze im Ort sind in der vergangenen Zeit beliebte Treffpunkte für junge Leute gewesen. Doch die Teenager haben sich dort offensichtlich nicht nur zum braven Beisammensein getroffen. Von Sachbeschädigungen war die Rede, von Lärm, Pöbeleien und Müll, zuletzt sogar von Drogenhandel. Im Frühsommer 2015 hat der Gemeinderat die Notbremse gezogen – und eine Sicherheitsfirma auf Patrouille geschickt (wir berichteten). Zunächst war der Streifendienst auf Probe unterwegs, seit Anfang des Jahres mit einem festen Vertrag.

Nun zog Georg Els (AWG) in der Gemeinderatssitzung Bilanz. „Mein subjektives Empfinden ist, dass eine gewisse Beruhigung eingetreten ist. Teilweise höre ich das auch von Nachbarn“, sagte der Bürgermeister. In den letzten drei Wochen der Sommerferien sei sogar überhaupt keine Kritik gekommen. „Wir haben einen sehr entspannten Sommer erlebt. Das ist mit den Vorjahren nicht zu vergleichen. Da gab es immer wieder Beschwerden“, so Els. „Aus Sicht der Verwaltung war es ein ruhiges Jahr.“

In den vergangenen Monaten war der Security-Dienst jeweils mit zwei Mann unterwegs, zwei- bis dreimal pro Woche zu unterschiedlichen Zeiten, in der Regel jedoch am späten Nachmittag und frühen Abend. Die Männer seien flexibel eingesetzt worden – bei strömendem Regen etwa nicht so oft wie bei Sommerwetter. Sicher koste das Geld. „Aber es hat auch das gebracht, was wir wollten: eine gewisse Beruhigung und Entspannung“, so Els.

Vorerst ist der Security-Dienst für das laufende Haushaltsjahr bis 30. November eingeplant. Monatlich kostet das etwa 2000 Euro. Im August wurden zwei Wachmänner nahezu jeden Tag auf Patrouille geschickt. Dadurch sind außerplanmäßige Kosten von 5300 Euro entstanden, die der Gemeinderat einstimmig genehmigt hat. Ob und wie der Streifendienst weiter fortgeführt wird, zeigt sich in den Beratungen für das kommende Haushaltsjahr.

Der Rathauschef ist davon überzeugt, dass diese Maßnahme Wirkung gezeigt hat. „Dass es Anzeigen und Vermüllung gibt beziehungsweise dass sich Kinder nicht mehr in diese Bereiche trauen, hat sich verflüchtigt“, sagte Els. Doch freilich liege nach wie vor ab und zu Abfall herum, was Sebastian Hohentanner (SPD/Die Grünen) bestätigte. Erst kürzlich sei beim Schulgelände „wieder sehr viel Müll gelegen, dass es direkt aufgefallen ist“. Dass es solche Probleme gibt, könne man eben pauschal auch mit Sicherheitsdienst nicht ausschließen, meinte Els. Er warnte jedoch davor, zu voreilig von „Vandalismus“ zu sprechen. Denn selbst ein Guttipapier auf dem Gehweg falle für manche schon in die Kategorie „Zerstörungswut“.

Auf Nachfragen aus dem Gremium berichtete Els, dass es durchaus vorgekommen sei, dass der Wachdienst junge Leute quasi auf frischer Tat ertappt habe. „Sie haben dann zusammen aufgeräumt. Es ist also auch ein gewisser Lerneffekt dabei“, so Els.

Darüber hinaus habe man einige Störenfriede ermitteln können, die für Verunreinigungen gesorgt haben, indem sie etwa Kaugummi auf Hartplatz und Hauswände geklebt hätten. „Das sind keine großen Schäden, aber die Entfernung ist sehr aufwändig“, so Els. In solchen Fällen wurden die Eltern der Verursacher angeschrieben: Sie mussten die Rechnung für die Schäden bezahlen. So erging es beispielsweise auch denjenigen, die den Übungsbus der Feuerwehr Forstern Ende April angezündet hatten. Sie konnten laut Els ausfindig gemacht werden.

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