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Die beiden Anbauten an den Wörlsaal (rechts im Bild) werden noch heuer abgerissen. Hinten links sind die Hortcontainer zu sehen.

Gemeinderat Forstern 

Wörlsaal: Teilabriss beginnt noch heuer

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Die Gemeinde Forstern lässt noch heuer einen Teil des alten Wörlsaals abreißen. Die beiden Anbauten Richtung Hartplatz sollen unter anderem weichen, um einen Garten für den erweiterten Hort zu schaffen.

Forstern– Es kommt Bewegung in den Abriss des Wörlareals in Forsterns Ortsmitte. In seiner Sitzung am Mittwochabend hat der Gemeinderat beschlossen, den hinteren Teil des Saals, sprich die beiden Anbauten in Richtung Hartplatz, noch heuer abzureißen.

Bürgermeister Georg Els (AWG) will so einerseits ein Zeichen setzen, dass der Abriss und damit auch die Neugestaltung des Ortszentrums endlich angepackt wird. Andererseits könnten durch den Teilabbruch die Umfahrung des Areals verlegt und Platz für eine Erweiterung des Hortgartens geschaffen werden. So stünde den Gruppen der Kinderbetreuungseinrichtung, die bekanntermaßen um ein zweigeschossiges Containermodul vergrößert wurde, wieder ein vernünftiger Garten zur Verfügung. Für Annett Taubert (CSU) ist es nach der Entscheidung für einen größeren Hort nur konsequent, nun den Garten zu schaffen – und zwar schnellstmöglich, „sonst passiert bis 2018 gar nichts“.

Einen weiteren Grund, warum es mit dem Abriss der Anbauten pressiere, nannte Els im Laufe der Diskussion: An dem Gebäude seien Eternit-Platten gebrochen, die entsorgt werden müssten. Daher sei für die Arbeiten auch ein Unternehmen nötig, das für die Entsorgung von Eternit zertifiziert ist.

„Es ist gar nicht so einfach, eine Firma zu finden, die das heuer noch macht“, gab Els zu bedenken. Drei Unternehmen habe die Verwaltung für den Abriss angeschrieben. Zwei hätten aus Kapazitätsgründen abgesagt, lediglich die Firma Zosseder aus Eiselfing hatte ein Angebot über gut 32 000 Euro abgegeben. Darin enthalten sind knapp 6000 Euro für den Hortgarten inklusive Abbruch von Asphalt, Humusierung und Befestigung der neuen Umfahrung. Die Entsorgungskosten für das Abbruchmaterial sind ebenfalls eingeschlossen, mögliche Entsorgungskosten für Inventar kämen hinzu.

Stefan Ganghofer (CSU) störte, dass nur ein Angebot vorliegt. „Wir haben keinen Vergleich und sollen das jetzt entscheiden. Das hätte längst ausgeschrieben gehört, dann hätten wir auch mehr Angebote bekommen“, monierte er. Es sei allgemein ein Problem, dass die Firmen derzeit sehr gut ausgelastet seien, meinte Els dazu. Da komme es öfter vor, dass nur ein Angebot vorliegt.

Herbert Berger würde am liebsten gleich das gesamte Gebäude abreißen. „Der Wörlsaal muss weg. Das sage ich jetzt seit sechs Jahren“, warf der AWG-Rat ein. Er hielt es für „Unfug, jetzt so viel Geld für dieses kleine Eckerl“ auszugeben. „Das Gebäude muss man komplett abreißen“, forderte Berger.

Els erklärte hierzu, dass laut einer Berechnung des Architekten der Abriss des kompletten Wörlsaals mehr als 200 000 Euro koste. Deshalb sei dafür eine öffentliche Ausschreibung notwendig. „Und wenn wir das machen, wird es bis Sommer 2018 sicher nichts“, erklärte der Rathauschef, warum man den Abbruch der Anbauten vorziehe. Und selbst ohne diesen Bereich seien die Kosten noch immer so hoch, dass die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben müsse, merkte Geschäftsleiterin Christine Pettinger an.

Der Gemeinderat sprach sich gegen die Stimme Ganghofers letztlich dafür aus, den Teilabbruch an die Firma Zosseder zu vergeben. Die Arbeiten sollen baldmöglichst starten. Laut Pettinger hat das Unternehmen erklärt, noch im Oktober damit zu beginnen und im November fertig zu sein.

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