Das Fraunberger Kinderhaus St. Florian beim Fest des 40-jährigen Bestehens.
+
Das Fraunberger Kinderhaus St. Florian beim Fest des 40-jährigen Bestehens vor fünf Jahren.

Gemeinderat berät Investitionen fürs kommende Jahr

2,9 Millionen Euro: Fraunberger Kinderhaus-Umbau der dickste Brocken im Haushalt

Um viel Geld ging es in der letzten Fraunberger Gemeinderatssitzung des Jahres. Auf der Tagesordnung stand die Aussprache über Investitionen und sonstige wichtige Ausgaben im kommenden Jahr. Insgesamt sind es fast fünf Millionen Euro.

VON FRIEDBERT HOLZ

Fraunberg – Die rund 4,8 Millionen Euro werden sich dann vermutlich im Februar im neuen Haushalt finden, wenn zuvor im Januar der Finanzausschuss getagt hat. „Ich weiß heute noch nicht, wo wir insgesamt landen werden“, sagte Bürgermeister Hans Wiesmaier, „ob wir Kredite brauchen oder alles aus unseren Rücklagen finanzieren können“.

Sicher sei nur die Mehrbelastung für die Gemeinde um rund 220 000 Euro für die Kreisumlage. Vermutlich müsse aber mit einem Minus der Einkommensteuer durch die coronabedingt veränderte Arbeitslage der Bürger gerechnet werden. Falle die Gewerbesteuer 2021 ebenfalls geringer aus, hofft Wiesmaier auf den Ausgleich durch die Staatsregierung, die den bayerischen Gemeinden Hilfe versprochen habe.

Der größte Finanz-Brocken im nächsten Jahr wird der Umbau des Kinderhauses St. Florian sein, der mit rund 2,9 Millionen Euro taxiert wird. „Wenn die Gesamtlage so bleibt, sollten wir überlegen, ob wir den anfangs geplanten Lastenaufzug im Gebäude für rund 30 000 Euro wirklich brauchen“, gab Wiesmaier eine erste Einspar-Idee.

Weitere größere Investitionen sind für eine Verbindungsleitung in der Kläranlage (200 000 Euro) sowie für den Ausbau der Gemeindestraße von Reichenkirchen nach Hatting und Angelsbruck samt Regenwasserkanal (340 000 Euro) geplant. Zudem steht 2021 noch die Restfinanzierung von rund 250 000 Euro für die Erneuerung des Reichenkirchener Dorfplatzes an.

Außerdem zeigt die erweiterte Ortsmitten-Gestaltung in Fraunberg erste Zahlenansätze auf: So sind für das Areal altes Kramerhaus und das ehemalige Haus Felske 100 000 Euro eingeplant, für ein neues Buswartehaus am Gemeindezentrum und eine Lüftungsanlage im Bürgersaal rund 90 000 Euro, Straßen- und Brückenarbeiten dort werden mit 40 000 Euro gerechnet. Für weitere Straßen im 100 Kilometer langen Netz der Gemeindestraßen hat die Verwaltung rund 140 000 Euro angesetzt. Unter anderem soll auch eine zusätzliche Schneeräumausrüstung angeschafft werden.

Auch die Schulen brauchen mehr Geld: Zwar gibt es für die Sanierung des Schuldachs in Maria Thalheim und der Heizungsumstellung in der Turnhalle von Öl auf Pellets noch keine finale Kostenschätzung, doch beides ist dringend notwendig, ebenso der Umbau des Lehrerzimmers. Auch die Ausstattung der Schulen mit modernen Medien ist noch nicht abgeschlossen und wird für 2021 mit etwa 10 000 Euro beziffert – in beiden Vorjahren wurden hierfür bereits rund 58 000 Euro ausgegeben.

Für kirchliche Angelegenheiten, hauptsächlich Zuschüsse zu Investitionen durch die Erzdiözese, fallen rund 50 000 Euro an. Dazu gehören die Renovierung des Pfarrhauses Reichenkirchen samt neu gestaltetem Kirchhof und die Konservierung der Seitenaltäre in der Thalheimer Kirche. Für einen Spielplatz in Reichenkirchen werden 25 000 Euro vorgehalten.

Noch nicht abgeschlossen sind hingegen Verhandlungen mit Grundstückseignern entlang der gewünschten Radwege von Tittenkofen nach Langengeisling und entlang der ED 20 von Grucking nach Unterstrogn in die Nachbargemeinde Bockhorn. „Zusammen mit Bürgermeistern aus anderen Gemeinden plädiere ich hier für eine landkreisweite Radwege-Planung“, so Wiesmaier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare