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Knapp 2000 Gläubige haben sich am Sonntag in den Wallfahrtsort Maria Thalheim aufgemacht. Zum 67. Mal fand die Landkreiswallfahrt statt. Die Heilige Messe hielt Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg vom Erzbistum München (3. v. l.). 
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67. Landkreiswallfahrt nach Maria Thalheim - Bilder
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67. Landkreiswallfahrt nach Maria Thalheim

„Glaube, das sind nicht nur Worte, sondern vor allem Taten“

Rund 2000 Gläubige kamen zur 67. Landkreiswallfahrt am Sonntag nach Maria Thalheim.

Maria Thalheim– Seit 600 Jahren kommen Gläubige nach Maria Thalheim, sagte Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg am Sonntag: „Hier finden sie Kraft und können der Mutter Gottes ihre Nöte und Sorgen ans Herz legen.“ Auch in diesem Jahr zogen rund 2000 Christen – unter anderem aus Inning, Taufkirchen Rappoltskirchen oder auch Wartenberg und Erding – zur 67. Landkreiswallfahrt samt Gottesdienst unter freiem Himmel. Viele davon wanderten sogar zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt und nahmen dabei lange Fußwege auf sich, um zusammen die Messe zu feiern.

Christentum sollte nicht nur Traditions- und Brauchtumspflege sein, sondern aktive Kreuzesnachfolge, forderte Gastprediger Graf zu Stolberg: „In der Gesellschaft alles geben, das ist die Aufgabe der Gläubigen – seine Interessen hint anstellen, so wie es auch Maria, das Urbild einer Mutter, für Jesus getan hat.“ Der Weihbischof wünschte den Pilgern, dass sie gemeinsam mit der Mutter Gottes den richtigen Weg fänden – auch in schwierigen Zeiten. Außerdem: „Glaube, das sind nicht nur Worte, sondern vor allem Taten.“

Erstmals wurde die Wallfahrt nach Thalheim im Jahr 1419 erwähnt, sagte Landrat Martin Bayerstorfer. Sie gehört damit zu den ältesten Wallfahrten Bayerns. In der Nachkriegszeit legten Vertreter des Bauernstands die Wallfahrt neu auf. „Seit 1952 feiern die Gläubigen aus dem Landkreis nun gemeinsam diese gemeinschaftliche Aktion von Kirche und Politik“, so Bayerstorfer.

Bei den Wallfahrten in Maria Thalheim stehe ohnehin die Gemeinsamkeit im Vordergrund: „Wir demonstrieren sozusagen für unseren Glauben und setzen dabei klare Zeichen“, erklärte der Landrat. Er ist selbst ein begeisterter Wallfahrer, erst vor Kurzem pilgerte er nach Altötting: „Man kommt beim Pilgern zur Ruhe, kann Kraft tanken und den Glauben stärken.“ Aber neben dem Bitten um Marias Segen solle man auch „das Vergelt’s Gott“ nicht ganz vergessen.

Namentlich rief Bayerstorfer viele Ehrengäste auf, darunter die aus Thalheim stammende Staatsministerin a.D. Ulrike Scharf sowie die Bürgermeister des Landkreises. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von den Kirchenchören des Pfarrverbands Reichenkirchen/Maria Thalheim und vom Sinfonischen Blasorchester der Kreismusikschule Erding – so, wie in den vergangenen 30 Jahren.

Die Legende berichtet, dass zunächst eine Wallfahrt zu einem Marienbildnis unter einem Hollerstrauch im Ort gehalten wurde. Später sollte für das Bild eine Kirche auf einem Berg errichtet werden. Tagsüber wurde das Bildnis in einer feierlichen Prozession mehrmals zum neuen Bestimmungsort gebracht. Doch das verehrte Marienbild sei in der Nacht immer wieder an den angestammten Ort bei dem Hollerbusch in der Ortsmitte zurückgekehrt, in der dann auch die heutige Kirche erbaut wurde.

Michaele Heske

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