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Reflektierende und scheppernde Rehscheuchen haben Kinder der Fraunberger Spatzengruppe unter Leitung ihrer Erzieherin Martina Schweer (dunkelblaues Hemd) gebastelt. 

Aktion gegen den Mähtod

Kleine Schutzengel für Rehkitze

Wiesen können zur tödlichen Falle für Rehkitze und andere Tiere werden. Fraunberger Kinder haben sich dazu etwas einfallen lassen.

Grafing – Der Mähtod von Rehkitzen und anderen Wildtieren stellt ein schwerwiegendes Tierschutzproblem dar. Der erste Schnitt der Wiesen fällt genau in die Zeit, wenn Rehe Nachwuchs bekommen. Die Ricke setzt ihr Kitz dort ab, wo es ruhig ist, vorzugsweise im Grünland. Die Wiesen werden in der Zeit der Heuernte für Kitze und andere Jungtiere wie Hase, Fasan oder Kiebitz zur tödlichen Falle. Jedes Jahr fallen 20 bis 25 Prozent der Rehkitze dem qualvollen Mähtod zum Opfer.

Deshalb spielten Fraunberger Kinder Schutzengel für Rehkitze. Sie haben Rehscheuchen gebastelt. Diese Aktion hat auch Naturschützer, Landwirte und Jäger gefreut. Die Idee zu den Rehscheuchen auf einer Wiese bei Grafing (Gemeinde Fraunberg) hatte Martina Schweer, Erzieherin im Fraunberger Kinderhaus St. Florian. Die Leiterin der Spatzengruppe war im Internet auf der Seite des Naturschutzbundes auf das Problem gestoßen. Zusammen mit ihren Kolleginnen und 15 Kindern machte sich Schweer ans Werk. In Hülle und Fülle wurden Materialen herbeigeschafft: neben Holzlatten für die Gestelle alte CDs, glänzende Alufolie, Topfschwämme, Kronkorken – eben alles, was scheppert und klimpert. So waren bald fünf wirkungsvolle Rehscheuchen fertig.

Für die Stangen hatte die Landwirtsfamilie Zollner aus Harham ihre Kulturlandschaftswiese in Grafing zur Verfügung gestellt. Angelika Zollner erklärte den Kindern, dass diese geförderte Wiese erst in den Pfingstferien gemäht wird und bis dahin ein Naturparadies auch für Bienen und Vögel ist. Außerdem sei es sehr wichtig, die Scheuchen erst ein paar Tage vor dem Mähen aufzustellen, sonst würden sich die Rehe daran gewöhnen.

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